Auf Schleichwegen zum Christentum

Aufnahmesituation. Februar 10, 2010

Abgelegt unter: Mooziq — onkeltoby @ 11:34 am

Gestern hatte ich das große Vergnügen, erstmalig als Schlagzeuger in ein Studio eingeladen worden zu sein. Ein Bekannter von mir – Ben – wollte einen Song professionell aufnehmen und hatte Kontakt zu einem Produzenten, der normalerweise Hip-Hop aufnimmt (und dessen Studiowände mit Goldenen CDs von Sido zugepflastert waren). Um zu sehen, ob man miteinander arbeiten könne, lud er mich und ein paar weitere Leute ein, um einen Song zu produzieren, was auch ziemlich gut funktionierte.

Ich habe während meiner Zeit als A&R/PM schon mal ein Studio von innen gesehen, aber es war das erste Mal, dass ich in der Situation war, selber in der Kabine zu sitzen und vor ‘Publikum’ möglichst perfekt zu spielen. Ich war natürlich ziemlich nervös, aber der Produzent hat mich ganz gut durch die takes geführt und ich habe dadurch einiges gelernt. So bin ich ja eigentlich jemand, der von Haus aus sehr wenig spielt, aber selbst das war noch zu viel und ich habe mich wirklich nur auf die Basics mit ein paar Akzenten konzentriert, was auch völlig ausreichend war (danach habe ich mir nochmal ein paar Songs von Calexico mit meinem Lieblingsschlagzeuger John Convertino anhört und es ist wirklich verblüffend, wie wenig er tatsächlich macht.)

Ausserdem muss ich einfach wieder mehr nach klick üben, denn zusammen mit der situationsbedingten Unsicherheit potenzieren sich da die Unexaktheiten. Zur Zeit arbeite ich ‘The Art Of Bop Drumming’ von John Riley durch und grade bei jazzigen Patterns neige ich dazu, wegzurennen.

Ben wurde auch bewußt, dass die Band für das Album, das im Sommer für ihn ansteht, mehr proben muss, um besser auf die Aufnahmen vorbereitet zu sein. Ich weiss noch nicht, ob er mich als Drummer behält, würde mich darüber aber natürlich sehr freuen. Vielleicht spielen wir dann auch das eine oder andere Konzert, wenn wir schon dabei sind. Ich hätte jedenfalls nichts dagegen.

 

Februar 8, 2010

Abgelegt unter: Uncategorized — onkeltoby @ 1:17 pm

Die Spiritualität lehrt uns den Grundsatz, dass die Innenseite der Dinge größer ist als die Außenseite.

(aus: Richard Rohr, Ins Herz Geschrieben, S. 250, gefunden bei peregrinatio

 

R.I.P. Lhasa Februar 4, 2010

Abgelegt unter: Mooziq — onkeltoby @ 12:34 pm

Vor ein paar Jahren bin ich mal über Lhasas Album “The Living Road” gestoßen, das ich sehr mochte. Und wie das so ist: Man verliert Leute aus dem Blick, fragt sich irgendwann, was die eigentlich machen, und dann sind sie tot. In Lhasas Fall mit 37, an Brustkrebs, am 1.1.2010.

Letztes Jahr hat sie ihr letztes, selbstbetiteltes Album veröffentlicht, das leider komplett an mir vorbei gegangen ist. Im Rückblick färben sich die Dinge immer anders nach dem Tod, aber in diesem Album keinen Abschied zu hören, ist mir nicht möglich. Aber als reines Memento Mori taugt es auch nicht, dafür ist zu viel Kraft und Freunde zu spüren. Und trotz aller Trauer: So ein wunderschönes Vermächtnis zu hinterlassen ist vielleicht auch ein Art Segen.

 

Geschichten aus der Wüste. Februar 3, 2010

Abgelegt unter: Uncategorized — onkeltoby @ 4:03 pm

Einer der Hauptgründe, aus denen ich damals(©) dieses Blog angefangen habe, war, mich quasi selber auf meinem Weg zu einer intensiveren und reflektierteren Spiritualität zu begleiten. Jetzt nach über einem Jahr Pause die alten Beiträge zu lesen ist schon sehr interessant, denn aus dieser Distanz sehe ich deutlicher die Veränderungen und Verschiebungen, die mein Leben mit Gott so im letzten Jahr erfahren hat. Ich kann dies weniger an konkreten Dingen festmachen als an einer Geisteshaltung, die nicht mehr die gleiche ist wie vor einem Jahr. Andererseits hat sich vieles verfestigt, das in meinen Gefühlen für das Christentum im Allgemeinen und meiner Rolle darin konkret angelegt war.

Um nur 2 Beispiele zu nennen: Es war für mich immer ein Widerspruch, mit Gott leben zu wollen, aber keinerlei karitativer Tätigkeit nachzugehen, schließlich hat Jesus selber einen Großteil seiner Zeit damit verbracht, sich um Arme und Ausgegrenzte zu kümmern. Dank der Hilfe der Christlichen Freiwilligenagentur arbeite ich jetzt ehrenamtlich in einem Cafe für sich prostituierende Frauen und Drogenabhängige mit, was mir allein spirituell übrigens mehr gibt als alle Kirchenbesuche der letzten 10 Jahre.

Außerdem habe ich im Dezember meinen letzten Versuch beendet, in einer traditionellen Kirche eine spirituelle Heimat zu finden. Im Mai 08 bin ich (zumindest meinem Empfinden nach) aus einer Kirche rausgeworfen worden, in die ich über 2 Jahre lang meine Zeit, mein Geld und vor allem mein Herz investiert hatte, weil ich unverheiratet mit meiner Freundin zusammengelebt habe und damit auch kein Problem hatte. (Vor einigen Monaten gab es übrigens eine kurze Aussprache mit einem der Verantwortlichen, nach der ich meinen Frieden mit der Sache machen konnte, wiewohl die Enttäuschung natürlich bleibt.) Danach bin ich in die Gottesdienste des Berlinprojekts gegangen, die zwar ein sehr junges Publikum haben, welches aber letztlich doch eine traditionelle, konsumorientierte Freikirche mit den bekannten hierarchischen Strukturen und teilweise konservativen Ansichten ist. Ich habe damit kein Problem und freue mich für jeden, der sich dort wohlfühlt, aber ich spüre deutlich, dass dort nicht mein Platz ist.

Vor allen in den letzten beiden Jahren habe ich gemerkt, dass mein Hauptthema in meiner spirituellen Entwicklung der Wunsch ist, eine grössere Nähe zu Gott zulassen zu können. Meinem Gefühl nach ist mir dies nicht gelungen, obwohl ich im Rückblick kleine Fortschritte erkennen kann, die aber meinen Hoffnungen und Erwartungen nicht im Ansatz entsprechen.

Ich habe mich (und Gott) natürlich sehr oft gefragt, woran das liegt und was ich dagegen machen könnte, und bin auf dieser Suche im Frühsommer 09 über Walter Färbers Blog auf Frank Jalics und sein Buch ‘Kontemplative Exerzitien’ gestoßen. In der ersten Begeisterung habe ich sofort versucht, die Exerzitien selbst zu machen, bin daran aber, nunja, gescheitert.

Einen Hinweis auf das ‘warum’ lieferte mir die Einleitung des Buches, in der Jalics (übrigens ein Jesuit) über einen traditionell-katholischen, dreiteiligen Weg zu Gott schreibt. Dieser besteht zum einen aus dem “Reinigungsweg” und dem “Erleuchtungsweg“, die als Ziel haben, schädliche “Haltungen zu überwinden und psychische Komplexe zu sanieren”. Die ‘Exerzitien’ beschäftigen sich nun allerdings mit dem letzten Abschnitt des Weges, dem “Vereinigungsweg“, von Jalics auch “kontemplatives Gebet” genannt. Hier übernimmt “Gott die Initiative, und der Mensch muss sich ausschliesslich ihm überlassen. Im Gebet richtet er seine Aufmerksamkeit einzig und allein auf Gott. Gott handelt.” Auch wenn meine Sehnsucht nach diesem Abschnitt des Weges groß ist so merke ich, dass Gott in meinem Leben noch einiges tun muss, dass man den ersten beiden Wegen zuschlagen kann (wobei diese Abschnitte für mich nicht strikt getrennt sind, es läuft vieles parallel).

Ebenso hilfreich fand ich auch Jalics Kapitel über “Wüstenerfahrungen”. Dort schreibt er, dass Gott viele seiner Leute ersteinmal in die Wüste geschickt habe (so wie auch Jesus), um sie für alles Weitere vorzubereiten (Die Exerzitien beschreibt er auch als “begrenzte und geführte Wüstenerfahrung.). Yotin Tiewtrakul erwähnt in seinem Text über den Prozeß der Kontemplation (zu finden in dem Buch “Beziehungsweise Leben“) “ausweglose und unerträgliche Situationen”, die es während des Prozesses zur Kontemplation hin zu bewältigen gäbe. Diese Zeiten kenne ich ebenfalls sehr gut, vor allem im Eindruck eines kompletten Desinteresses Gottes an meinen Versuchen, ihm näher zu kommen. Das ging bei mir an einem Punkt bis zu dem Gefühl, das er mich hat komlett aulaufen lassen. Die Metapher der Wüste passt für mich derzeit sehr gut auf das Erlebte.

Da, so meine ich, bin ich jetzt also. Die letzten Jahre waren für mich eher geprägt von Dekonstruktionen überkommener Vorstellungen, wie Gott wohl sei und spricht und wie ich wohl sei und mich zu ihm verhalten müsse. Das hat mich mitunter sehr weit dem entfernt, was man so als “Christentum” versteht, mir aber auch eine Weite geschenkt, von der ich eher hoffe, das sie Gottes Geist entspricht. Mir ist nicht klar, wie es weitergeht und schon gar nicht, wann. Aber vielleicht kann ich trotz meiner angeborenen Ungeduld als Indiz für die Validität meiner ‘Einsichten’ folgendes anführen: Mit dieser Perspektive habe ich es auf ein Mal nicht mehr eilig. Ob es nun 5 Monate oder 5 Jahre dauert, bis ich eine grössere Nähe zu Gott spüre, ist nicht wichtig. Gott weiss es. Das reicht.

 

Salvation on the Small Screen Januar 23, 2009

Abgelegt unter: Uncategorized — onkeltoby @ 11:35 pm

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Nadia Bolz-Weber ist eine lutherische Pastorin aus Denver und hat ein Buch namens “Salvation on the Small Screen. 24 Hours of Christian Television” geschrieben, das ich mir sofort bestellt habe, nachdem ich ihre Lesung daraus gehört habe. Mein Gott, ist diese Frau cool.
(Via Pastor Sandy)

 

Was ist weiss und schnell? Dezember 26, 2008

Abgelegt unter: Uncategorized — onkeltoby @ 3:00 pm

Ich bin immer noch völlig geplättet von dem unglaublichen Weihnachtsgeschenk, dass der Keks mir und sich in diesem Jahr gemacht hat. Nachdem ich die letzten Monate ständig geklagt habe, dass mein altes 12″ G4 PowerBook (867 Mhz) mittlerweile unerträglich langsam ist, hat sie mit einem Freund gesprochen, der Beziehungen zu einem Apple-Händler hat. Der hat für sie dann ein weisses MacBook mit 2Ghz mit einer neuen Festplatte und einen Akku wieder fit gemacht – und sie hats mir (und sich) geschenkt! Ihr alter Dell-Laptop macht nämlich auch schlapp, und jetzt können wir uns um das DIng prügeln :)

Das MacBook ist wirklich wesentlich schneller, alleine die Verwaltung der 20.000 iTunes Songs war für meinen alten G4 doch mittlerweile zu einer Zumutung geworden. Und alleine das aktuelle MacOS! Hach!

Danke!

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Xmas Dezember 24, 2008

Abgelegt unter: Uncategorized — onkeltoby @ 2:18 pm

Schöne Weihnachten euch allen.

 

Schöne Dinge 08 Dezember 24, 2008

Abgelegt unter: Uncategorized — onkeltoby @ 2:17 am

das Bodenpersonal hat ja schonmal vorgelegt. Hier meine medialen Highlights in diesem Jahr:

Musik Top 20:

01-Scott MatthewScott Matthew

Normalerweise gar nicht mein Ding, wenn Männer so leiden, aber das ist sowas von entwaffned ehrlich und wunderschön…

02-The Hold SteadyStay Positive

Der R-O-C-K kehrt mit einer Art ‘Konzeptalbum’ in mein Leben zurück und es ist sogar ein Gitarrensolo drauf, das ich toll finde. Was für Songs. Wow.

03-Giant SandProVisions

Howe Gelb ist einer meiner ewigen Lieblinge, diesmal mit dem besten Album seit ‘Chores of Enchantment’. Allein seine Stimme tröstet mich in dunklen Stunden.

04-Robert ForsterThe Evangelist

Grant McLennan ist 2 Jahre tot und Forster macht sein bestes und bewegendstes Soloalbum.

05-Singer - Unhistories

Wunderschöne, freie Rockmusik im Geiste von Trout Mask Replika und Post-Rock.

06-Fleet Foxess/t

Watt fürs Herz! Als wären CSN&Y in den 80gern geboren worden. Leider etwas zu glatt produziert.

07-Rachel HarringtonCity of Refuge

Ihr erstes Album war meine Nummer 1 letztes Jahr, dieses Mal für den Grammy nominiert. Old Time /Country mit soviel Herz wie Können.

08-Dziuks Küche
Freche Tattoos auf blutjungen Bankiers

Mehr Chansonesk als früher, dafür textlich noch tiefer – und mit einem sehr heftigen Ausflug ins Plakative (Halber Staat).

09-Lucinda Williams - Little Honey

Hat mich in den letzten Jahren eher gelangweilt, aber der neue Mann und der neue Produzent scheinen ein Wunder bewirkt zu haben.

10-Calexico - Carried To Dust

Alte Lieblings mit einer katastrophalen letzten Platte. Haben immer noch nicht wieder die alte Form, but it’s getting there

Der Rest:

11-Bonnie “Prince” Billy - Is It the Sea
12-Silver JewsLookout Mountain, Lookout Sea
13-Markus RillThe Things That Count
14-The Felice BrothersThe Felice Brothers
15-James McMurtry
- Just Us Kids
16-PortisheadThird
17-Willard Grant Conspiracy - Pilgrim Road
18-Billy Don Burns - The Berlin Tapes
19-Cut In The Hill GangHung Up
20-Bonnie “Prince” Billy - Lie Down in the Light

Bester Song:

First Aid KitTiger Mountain Peasant Song

Bücher:

Bestes (belletristik) Buch: William P. Young – The Shack

Bestes Sachbuch: David N. Meyer – Twenty Thousand Roads. The Ballad of Gram Parsons

Theologie: Peter Rollins – The Fidelity of Betrayal

Konzert:

Scott Matthew – Berlin, Babylon (Mai)

Filme:

Für mich gab es vier Filme, die mich wirklich begeistert bzw. bewegt haben. Als unangefochtenes Meisterwerk glänzt da ‘No Country For Old Men’, den ich als instant classic wahrgenommen habe. es gibt da einen Drehbuchschreiber aus Santa Monica, der auf seinem Blog Filme analysiert, sehr lesenswert für jeden, der sich näher damit auseinandersetzt. Gerade zu No Country hat er interessante Sachen geschrieben.

Der zweite Film kam auch von den Cohens und heisst ‘Burn after reading’. Kommt als lustige, leichte Komödie daher, ist aber sehr tiefgründig. Auch hier kann ich an Todd Alcott verweisen

Bereits 06 gedreht, aber in D. erst jetzt in die Kinos gekommen ist eine kleine Independent-Produktion namens ‘Old Joy’, in den ich zunächst nur gegangen bin, weil einer meiner all-time favourite musicians dort eine Hauptrolle spielt: Will Oldham. Er hat ja schon in einigen Filmen gespielt, die ich aber alle nicht kenne; ich kenne aber sein Bühnengebaren und empfand die Figur in dem Film als sehr kongruent. Es geht um ein Wochenende zweier alter Freunde, der eine (Daniel London) richtet sich in seinem bürgerlichen Leben ein, während das Leben des anderen (Oldham) grade zerfällt. Trotz der gemeinsamen Vergangenheit finden beide fast keine gemeinsame Ebene mehr. Sehr ‘indie’, aber trotzdem sehr berührend.

Und zum Schluss natürlich: Wall-E. Der beste animierte Film, den ich je gesehen habe. Trotz der platten Story.

 

‘Christen’ Dezember 23, 2008

Abgelegt unter: Uncategorized — onkeltoby @ 1:52 am

Es gibt schon gute Gründe, warum ich eigentlich kurz davor bin, mich nicht mehr als ‘Christen’ zu bezeichnen. Zum einen evoziert dieser Begriff nicht nur bei anderen, sondern mittlerweile auch bei mir Assoziationen, die ich nicht mehr mit meiner Spiritualität in Verbindung bringe (n möchte), zum anderen spüre ich bei allem Mitleid das dringende Bedürfnis, GANZ VIEL Raum zwischen mich und Demagogen wie den Typen von kreuz.net zu bringen, was das ‘christliche’ Pedant zu PI sein dürfte.

Aktuellstes Beispiel ist die Art und Weise, wie die ‘Brüder und Schwestern’ gegen zwei 18-jährige Schüler vorgehen, die es gewagt haben, sich in einer bundesweiten Schülerzeitung kritisch über Evangelikale zu äussern. Mehr bei Stefan Niggemeyer, dem Spiegel und einem Blog. Auf Kreuz.net gibt es natürlich auch entsprechendes.

Sowas macht mich wahnsinnig.

 

Trucker Frank Dezember 22, 2008

Abgelegt unter: Uncategorized — onkeltoby @ 1:47 am

Trucker Frank habe ich Mitte des Jahres durch die Videos mit Tony Jones kennengelernt, die er für sein neues Buch gedreht hatte. Mittlerweile bin ich auch bei Twitter auf ihn gestossen und wir sind beide Mitglieder der “Twurch”, einen lustigen, kleinen Kirchenversuch auf Twitter (Church + Twitter = Twurch).

Heute erst habe ich ein Video über ihn entdeckt, das noch aus der Zeit vor der Jones-Geschichte stammt. Schon interessant, wie nahe einem Leute kommen, denen man vielleicht niemals im first life begegnen wird.

 

Rick Warren Dezember 20, 2008

Abgelegt unter: Uncategorized — onkeltoby @ 2:15 am

Rick Warren hatte ich immerganz symphatisch gefunden. Bis heute. Soviel Unfug und Unwahrheit in etwas mehr als 2 Minuten tut echt weh.

 

Everlasting punishment Dezember 15, 2008

Abgelegt unter: Emerging Church — onkeltoby @ 3:29 pm

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(via)

Love it.

 

Coopie ‘n me Dezember 4, 2008

Abgelegt unter: Uncategorized — onkeltoby @ 10:50 pm

Da hat Freund Skinny Dennis ja mal einen echten Schatz bei YouTube gehoben: Shorty mit ‘Coopie ‘n me’! Ich muss ja leider zugeben, dass ich die Band damals noch nicht kannte, mir fiel sie erst auf, als sie sich in US Maple umbenannten und kurz darauf (‘95) eine meiner ewigen Lieblingsplatten aufnahmen: Long hair in three stages. SO musste sich das anhören, wenn man den Ball von Trout Mask Replica aufnehmen und ins neue Jahrtausend kicken wollte. Ca. 2002 habe ich US Maple auch mal live im Knaack gesehen, und sie eröffneten da nochmal eine ganz neue Dimension von Rock-Dekonstruktion.

2004 lerne ich dann ein Päärchen kennen, dass gerade eine Tiki-Bar in Berlin eröffnete, und Stefan erzählte mir, das er Johnson und Shippy noch auch seiner Zeit in Chicago kannte. Er hatte öfters ihr Haus gehütet, wenn sie mal auf Tour waren und wusste zu berichten, dass die beiden alle 2 Jahre ihre gesamte Habe entsorgten, sich ein neues Haus suchten und sich komplett neu mit Möbeln vom Sperrmüll einrichteten…

 

Thom Yorke Dezember 4, 2008

Abgelegt unter: Uncategorized — onkeltoby @ 12:22 pm

Ich lache jetzt schon seit 2 Tagen über diesen Auftritt Thom Yorkes in einer Quiz show…

 

GLH Dezember 1, 2008

Abgelegt unter: Uncategorized — onkeltoby @ 1:57 pm

glaube
Im Treppenhaus vom Edelweiß im Görli.

 

Sarah Palin und das Eva-Herman-Paradox. Oktober 14, 2008

Abgelegt unter: Uncategorized — onkeltoby @ 8:50 am

Aufgrund der Tatsache, dass der Vorstand meiner (mittlerweile ehemalige) Kirche vor kurzem offziell bekannt gegeben hat, dass Frauen dort nicht predigen werden (zumindest nicht öfters) und generell keine Positionen bekleiden dürfen, in der sie Männer “führen” keine “Ältesten” werden dürfen, habe ich mich in letzter Zeit etwas ausführlicher mit dieser für mich völlig fremden, doch anscheinend unter konservativen (amerikanischen) Christen recht verbreiteten Ansicht beschäftigt (evtl. folgt später noch ein ausführlicherer Eintrag).

Ich habe mich bei der Palin-Nominierung immer wieder gefragt, warum ich grade von dieser Gruppe (ich glaube, sie nennen sich “Complementarians”) sowenig Kritik gehört habe – oder habe ich das einfach nicht wahrgenommen? Denn wenn man schon davon ausgeht, dass Frauen keine Männer “führen” dürfen, dann sollte man m.E. so konsequent sein und dieses Prinzip auch im sekulären Bereich vertreten, denn ich kann in den Bibelstellen, auf die sich die Komplementarier immer wieder beziehen, nicht erkennen, dass das nur für geistliche Belange gelten soll.

Der texanische Pastor Voddie Baucham spricht in seinem Blog genau diese Problematik an:

Are Christian conservatives saying that Paul’s instructions concerning women’s duty to be “keepers of their homes” has somehow been overturned in light of recent discoveries? Or are we saying that pro-family means one thing when we’re in church, but something else when we’re trying to beat the Democrats?

Link

Ich bin sehr gespannt, ob sie die “gender”-Frage nicht doch noch als sehr problematisch für die Republikaner erweist.

 

Say ‘Hebbo!’ to Tarvuism! Oktober 12, 2008

Abgelegt unter: Uncategorized — onkeltoby @ 9:59 am

Der eine oder andere mag sich noch an “Look around you!” erinnern, die grossartige Parodie auf 70ger Jahre Telekolleg-Filme. Robert Popper und Peter Serafinowicz, die beiden Köpfe hinter der Serie, haben vor kurzem eine neue Religion gegründet, der ich mich natürlich sofort angeschlossen habe – Travuism. Es geht irgendwie um einen Typen namens Tarvu, der von einem Kraken aufgzogen wurde, was einem als Anhänger u.a. ermöglich, sich mit diesen Tieren verständigen zu können. Man grüßt sich mit “Hebbo” und… ach, schaut euch doch einfach das Video au der website an. Und nicht vergessen: It’s sooo eas to join!
via

 

Stag-O-Lee Records September 5, 2008

Abgelegt unter: Uncategorized — onkeltoby @ 11:27 am


Glitterhouse Records hat ein neues Sub-Label gegründet, auf dem Ende Oktober erstmal drei 7″ erscheinen werden. Deren A-Seiten kann man sich auf der myspace-Seite bereits anhören und die sind natürlich völlig grossartig. Rock’n'Roll! Tanzen! Saufen!

Ich erwarte grosse Dinge.

 

How can the body die, you tell? August 30, 2008

Abgelegt unter: Uncategorized — onkeltoby @ 3:26 pm

Ich finde die Fleet Foxes ja ganz phantastisch und das Album wir sicherlich einen der vorderen Plätze meier Jahrescharts belegen. ABER: Diese Coverversion von Tiger Mountain Peasant Song der beiden Schwestern Klara, 15 und Johanna, 17 die sonst unter dem Namen First Aid Kit Musik machen, ist für heute das schönste, was ich je gehört habe. Danke.


(Via Spreeblick)

 

Kreidler – 70200 Zitate für die GEMA August 20, 2008

Abgelegt unter: Uncategorized — onkeltoby @ 10:43 am

12.9., 11 Uhr – ich versuche, da zu sein.

 

Wow. August 4, 2008

Abgelegt unter: Uncategorized — onkeltoby @ 10:56 am

The Shack

Ich muss zugeben, dieses Buch hat mich sehr berührt, was in diesem Falle wohl wesentlich mehr über mich und meinen momentanen Zustand aussagt, als über das Buch selber. Man könnte The Shack leicht als semi-eoterischen Quatsch mit einem gehörigen Schlag Bob Ross-Kitsch abtun, aber ich denke, man kann sich trotz aller immanenten Schwächen auch von ihm fragen lassen, wie denn eigentlich das eigene Gottesbild aussieht und wie es dazu gekommen ist. Ich glaube nicht, dass das Buch etwas für jeden ist, aber für mache – wie für mich – wird es eine Offenbarung sein.

 

Easy does it Juli 1, 2008

Abgelegt unter: Uncategorized — onkeltoby @ 10:14 am

Letzte Woche habe ich aus lauter Verzweiflung eine mail an C. geschrieben, ob er nicht vielleicht irgendeinen Deppenjob für mich habe. C. war lange Zeit einer der beiden Inhaber des Labels, für das ich mehrere Jahre lang gut und gerne gearbeitet habe, war dann aber irgendwann schlau genug, das Schiff zu verlassen. Seit dem arbeitet er für ein Label, das einen riesigen Katalog an Klassik- und Jazz Aufnahmen hat und nebenbei noch billige DVDs mit Wellen und Panflöten oder Schwangerengymnastik produziert.

Ich mag C. gerne, er sieht zwar aus wie ein halbwegs seriöser Geschäftsmann, hat aber etwas manisches, das leicht ins Irre kippen könnte. Vor zwei Jahren hat er mich schon mal gefragt, ob ich vielleicht einen Job brauchte, was damals aber noch nicht der Fall war; zumal es sich eben um Katalogpflege u.ä. handelte. Ich hatte ihm dann einen Kumpel vermittelt, der auch immer noch dort arbeitet. Da meine Bewerbung bei Univ. immer noch auf Eis liegt und derzeit trotz aller Beziehungen kaum Aussicht auf Erfolg hat, ich aber irgendwie leben muss, schrieb ich C., dass ich 20 St. in der Woche eigentlich alles machen würde, wenn er denn was hätte (die anderen 20 St. arbeite ich noch in meinem alten Job). Er schrieb zurück, dass ich Montag mal vorbei kommen solle, was ich auch getan habe, völlig unverbindlich und eigentlich ohne Erwartungen. Er erzählte mir dann, dass er dringend einen Poduktmanager brauche (sogar für halbwegs interessante Projekte), und ob ich nicht Lust dazu habe. Hatte ich natürlich, allerdings gibt es noch weniger Geld als bei meinem letzten Job und wieder nur auch Rechnung. Naja. Immerhin ein Job, bei dem ich nicht total verblöde, aber es ist in fast allen Bereichen wieder ein Rückschritt.

Bin ich undankbar? Das Angebot kam wirklich out of the blue, und es entspricht auch eher meinen Fähigkeiten und Interessen (wobei ich natürlich direkt wieder das Hochstapler-Syndrom habe: Wann werden sie merken, dass ich von überhaupt nichts eine Ahnung habe? Mit DVDs habe ich schliesslich noch nie gearbeitet…). Aber ich will endlich eine Krankenverisicherung, die ich derzeit eben nur durch eine Festanstellung bekomme. I don’t know. Aber ich fange schon heute an, und ich freue mich trotz allem sehr auf die Arbeit. Bei der Rückfahrt habe ich übrigens einen Google Kamera-Wagen gesehen, der die Strassen gefilmt hat. Hatte sogar einen Google-Aufkleber an der Tür.

Gestern abend hatte ich dann noch ein wirklich wunderbares Treffen mit einer alten Bekannten in meiner Lieblingsbar. Wir wohnen quasi nur einen Katzenweitwurf voneinander entfernt, sehen uns aber ziemlich selten und gestern war mal wieder so ein Abend, den ich am liebsten mitgeschrieben hätte. Ein Buch habe ich auch von ihr geschenkt bekommen und ich freue mich schon drauf, es zu lesen.

Doch, das war ein guter Tag, gestern.

 

The Violent Years Juni 26, 2008

Abgelegt unter: Uncategorized — onkeltoby @ 11:48 am

Letzten Samstag war ich natürlich mal wieder – wenn auch etwas lustlos – auf der Fete le la Musique unterwegs. Hauptanlaufpunkt waren die Violent Years aus Norwegen, die ich bereits auf dem OBS gesehen habe und über die ich behauptete, ich würde mich an kaum etwas ausserdem dem Drummer erinnern. Das war natürlich Quatsch, aber so ein Festival vermischt mit Alkohol siebt das Gedächtnis dann doch schon mal ordentlich durch.

Ich erinnere mich nämlich, dass ich die eigentlich ziemlich klasse fand, vor allem Andreas, den Gitarristen mit der blauen Strat. Der spielte nämlich ziemlich interessantes und phantasievolles Zeug und manchmal könnte man auch einen Pedal-Steel-Einfluss ausmachen. Später erzählte er mir dann, dass er auch tatsächlich mal eine Steel hatte, es aber wegen der ziemlich steilen Lernkurve aufgegeben habe. Am Samstag gefielen sie mir sogar noch eine Spur besser als auf dem OBS. Schon eine tolle Band. Ein Freund von mir meinte, dass ihre Song wie ein Querschnitt aus allem klingen würden, was man an den Skandinaviern so mag, was durchaus stimmt. Trotzdem haben sie eine eigene Handschrift, auch, wenn die Jungs sicher alle 16 Horsepower-Platten im Schrank stehen haben. Aber wer hat das nicht?

Derzeit arbeiten sie wohl an ihrem ersten Album, einen deal haben sie noch nicht, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass das ein grosses Problem werden sollte. Demnächst hoffentlich wieder in Deutschland.

myspace

 

Failblog Juni 23, 2008

Abgelegt unter: Uncategorized — onkeltoby @ 11:01 pm

Danke an Soomah für den link zuu einem der lustigsten Blogs ever.

fail-owned-pwned-pictures
see more pwn and owned pictures

 

In state Juni 22, 2008

Abgelegt unter: Uncategorized — onkeltoby @ 11:35 pm

Die Liebste liegt schon im Bett, ich schaue mir das Wetterleuchten an und höre die vorletzte Kathleen Edwards. Der Spass hier geht unvermindert weiter. Neben ein paar sehr schlechten finanziellen Nachrichten ist mir vorgestern auch noch mein Fahrrad aus dem verschlossenen Hinterhof geklaut worden. Mittlerweile wache ich jeden Morgen auf und überlege mir als erstes, was wohl als nächstes kommt. Das hat zwar noch keine Hiob’schen Ausmaße, aber seit dem Tod meines Vaters passiert in schöner Regelmäßigkeit nur noch Scheisse. T. lacht nur noch, wenn ich ihr mal wieder den aktuellen Wasserstand durchgebe. Aber weisst Du was, Schicksal? Es ist nur eine verschissene FLEISCHWUNDE!