Dr. Richard Beck über Erlösung

„I was driving my son to his basketball practice and I was trying to describe sin and salvation to him. My explanation went sort of like this:

„Son, sin isn’t just about having a guilty conscience, feeling shame for doing bad things. Sin is about how the whole world seems broken, shattered into a million tiny pieces. And all those pieces fight against each other. Us against Them when we fight or kill. Humanity against Creation when we litter, pollute or make animals go extinct. Creation against Men and Women like we saw in Haiti. Us against God and God against us. And, finally, a man against himself…that guilty conscience and feeling that you are a bad person or a failure.

And if that is what sin is, all these sharp broken pieces cutting each other, then salvation is trying to put those pieces back together again. When you pick up your litter. That is salvation. When you befriend a lonely kid at school. That is salvation. When you praise God rather than curse him. That is salvation. When you forgive people, yourself included. That is salvation.

Salvation isn’t just about ‚going to heaven.‘ It’s about finding these two broken pieces in life, wherever you find them, and putting them back together again. That is salvation.“

(Quelle)


If you love something, give it away.

Etwas, das mich seit langer Zeit verfolgt. Wer sein Leben aufgibt, wird es gewinnen. Die Schönheit des Verschwindens.


„Lernen wir beten“ von Franz Jalics

Mit etwas über 100 Seiten scheint ‚Lernen wir beten‘ von Franz Jalics ein sehr schmales Buch für solch ein grosses Vorhaben zu sein, aber der Schein trügt: Wie so oft wird der Wert auch hier nicht nach der Menge bestimmt. Jalics, Jahrgang ’27, ist ein ungarischer Jesuit, der sich besonders im Bereich der christlichen Kontemplation als Autor und Exerzitienmeister einen Namen gemacht hat. Neben diesem Buch habe ich die ‚Kontemplativen Exerzitien‘ sowie ‚Miteinander im Glauben wachsen‘ gelesen und spätestens seit diesem Buch ist Jalics einer meiner Lieblingsautoren, wenn es um spirituelle Dinge geht. Im vorliegenden Buch nimmt er sich eines der grundlegendsten und vermeintlich einfachsten Dinge im Leben eines Christen an, das für viele (mich eingeschlossen) jedoch zu manchen Zeiten zum ernsten Problem wird. Laut Jalics kann man viele dieser Schwierigkeiten auf falschen Vorstellungen über das Gebet zurückführen; auf überkommene Gebetsformen, die nicht mehr zur spirituellen Entwicklung passen oder auch auf eine stressbedingte Rastlosigkeit, die eine kontemplative Einstellung sabotiert. Dementsprechend ist dieses Büchlein sehr praktisch gehalten: Endlose Abhandlungen über das Gebet als solches wird man vergeblich suchen. Bezugnehmend auf seine jahrzehntelange Erfahrung als Seelsorger gibt Jalics einen Überblick über die verschiedenen Formen des Betens, erörtert ihre Möglichkeiten und Grenzen und ermutigt den Leser, die eigenen Bedürfnissen und Erwartungen ernst zu nehmen.

So hilfreich und insprierend der Inhalt ist: Mich hat mitunter die sehr „christliche“ Sprache etwas gestört, die auf Leser, die nicht in der Kirche aufgewachsen sind, etwas befremdlich wirken kann (und die ich aus seinen anderen Büchern in diesem Maße auch nicht kenne.) Wenn man sich davon (und als Nicht-Katholik von den gelegentlichen Bezügen zur katholischen Theolgie) nicht stören lässt, bietet ‚Lernen wir beten‘ eine praktische Hilfe, eine dem eigenen Glauben angemessene Art zu entdecken, mit Gott zu kommunizieren.

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Beziehungsweise Leben – Lesung in Hamburg

Einige werden vielleicht das Buch „Beziehungsweise Leben“ von Daniel Ehniß und Björn Wagner kennen. Am 28. Februar wird von 16 – 21 Uhr eine besondere Veranstaltung zu diesem Buch im Hamburger Ansverus-Haus stattfinden. Yotin Tiewtrakul und Daniel Ehniß werden aus ihren Kapiteln lesen, es wird ein Gespräch geben und die Möglichkeit, in die Krypta, den Raum der Stille, einzutreten. Man kannst sich bereits jetzt über den passenden Facebook-Eintrag anmelden und informieren. Für weitere Infos oder deine Anmeldung kannst man sich an Yotin (cantor (at) ansverus-haus.de) wenden. (Der Flyer lässt sich mit einem Klick vegrößern)


Aufnahmesituation.

Gestern hatte ich das große Vergnügen, erstmalig als Schlagzeuger in ein Studio eingeladen worden zu sein. Ein Bekannter von mir – Ben – wollte einen Song professionell aufnehmen und hatte Kontakt zu einem Produzenten, der normalerweise Hip-Hop aufnimmt (und dessen Studiowände mit Goldenen CDs von Sido zugepflastert waren). Um zu sehen, ob man miteinander arbeiten könne, lud er mich und ein paar weitere Leute ein, um einen Song zu produzieren, was auch ziemlich gut funktionierte.

Ich habe während meiner Zeit als A&R/PM schon mal ein Studio von innen gesehen, aber es war das erste Mal, dass ich in der Situation war, selber in der Kabine zu sitzen und vor ‚Publikum‘ möglichst perfekt zu spielen. Ich war natürlich ziemlich nervös, aber der Produzent hat mich ganz gut durch die takes geführt und ich habe dadurch einiges gelernt. So bin ich ja eigentlich jemand, der von Haus aus sehr wenig spielt, aber selbst das war noch zu viel und ich habe mich wirklich nur auf die Basics mit ein paar Akzenten konzentriert, was auch völlig ausreichend war (danach habe ich mir nochmal ein paar Songs von Calexico mit meinem Lieblingsschlagzeuger John Convertino anhört und es ist wirklich verblüffend, wie wenig er tatsächlich macht.)

Ausserdem muss ich einfach wieder mehr nach klick üben, denn zusammen mit der situationsbedingten Unsicherheit potenzieren sich da die Unexaktheiten. Zur Zeit arbeite ich ‚The Art Of Bop Drumming‘ von John Riley durch und grade bei jazzigen Patterns neige ich dazu, wegzurennen.

Ben wurde auch bewußt, dass die Band für das Album, das im Sommer für ihn ansteht, mehr proben muss, um besser auf die Aufnahmen vorbereitet zu sein. Ich weiss noch nicht, ob er mich als Drummer behält, würde mich darüber aber natürlich sehr freuen. Vielleicht spielen wir dann auch das eine oder andere Konzert, wenn wir schon dabei sind. Ich hätte jedenfalls nichts dagegen.

NACHTRAG: In einen kleinen Podcast eingebettet kann man sich den Song hier anhören (der Player unter der Bildergalerie und „In the Studio with friends….“)


Die Spiritualität lehrt uns den Grundsatz, dass die Innenseite der Dinge größer ist als die Außenseite.

(aus: Richard Rohr, Ins Herz Geschrieben, S. 250, gefunden bei peregrinatio


R.I.P. Lhasa

Vor ein paar Jahren bin ich mal über Lhasas Album „The Living Road“ gestoßen, das ich sehr mochte. Und wie das so ist: Man verliert Leute aus dem Blick, fragt sich irgendwann, was die eigentlich machen, und dann sind sie tot. In Lhasas Fall mit 37, an Brustkrebs, am 1.1.2010.

Letztes Jahr hat sie ihr letztes, selbstbetiteltes Album veröffentlicht, das leider komplett an mir vorbei gegangen ist. Im Rückblick färben sich die Dinge immer anders nach dem Tod, aber in diesem Album keinen Abschied zu hören, ist mir nicht möglich. Aber als reines Memento Mori taugt es auch nicht, dafür ist zu viel Kraft und Freunde zu spüren. Und trotz aller Trauer: So ein wunderschönes Vermächtnis zu hinterlassen ist vielleicht auch ein Art Segen.