Sunday morning

Wenn ich es richtig sehe, dann gibt es in Berlin so gut wie keine (Ich habe 2 gefunden) Gemeinden, die sich NICHT Sonntags morgens treffen. Ich finde das wirklich bizarr, gerade in einer Stadt wie Berlin. Gehen die alle Samstags brav um 10 ins Bett? Haben die alle mit 18 das erste Kind und sind eh um 7 wach? Sich Sonntags vormittags zu treffen war ja bestimmt mal eine gute Idee – vor 50 Jahren. Eigentlich wollte ich heute mal wieder ins Berlinprojekt, aber, bitte, 11 Uhr? Ich bin erst um 3 nach Hause gekommen, da stehe ich bestimmt nicht um 9 auf, wenn ich nicht muss.

Von all den überflüssigen oder zumindest überdenksnwerten Taditionen der Kirche wäre der sonntagmorgentliche Gottesdienst die erste, auf die ich dankend verzichten könnte. Aber das scheint bei den meisten irgendwie genetisch fixiert zu sein. Völlig bizarr.


10 Kommentare on “Sunday morning”

  1. march. sagt:

    hab mal irgendwo gehört, dass 10.00 uhr die perfekte zeit zwischen dem ersten und zweiten melken war …

  2. Maggi sagt:

    Mit Kindern ist Sonntagmorgen tatsächlich die beste Uhrzeit. Ich finde, du schließt von deiner Lebensweise hier etwas sehr pauschal auf alle anderen Berliner, die sich deiner Meinung nach anscheinend sonntags früh um fünf erst Richtung Zuhause aufmachen. Wäre mal interessant zu erfahren, wie hoch der Anteil solcher Nachtschwärmer an den von unseren Gemeinden zu erreichenden Personen tatsächlich ist.

  3. onkeltoby sagt:

    Hallo Maggi,

    1.: Wieso kann man nicht auch Sonntags Nachmittags mit den Kindern in eine Kirche gehen?

    2.: Nicht ich schliesse pauschal eine eine Lebensweise; die Kirche, die sich Sonntags morgens treffen muss, schliesst pauschal auf eine Lebensweise.

    3.: Wer definiert denn die „von unseren Gemeinden zu erreichenden Personen“? Gehören da Leute nicht zu, die abends ausgehen?

    Im übrigen spreche ich nicht für „alle anderen Berliner“, wie Du mir unterstellst (warum eigentlich so polemisch?), sondern stelle lediglich fest, das der Anteil der Menschen, die abends gerne ausgehen, in Berlin wesentlich höher sein dürfte als in…sagen wir Delmenhorst.

  4. Maggi sagt:

    Hallo Toby, also …

    @1: Weil man dann den ganzen Vormittag nicht weiß, was man machen soll. Schwierig, da alle(s) unter einen Hut zu kriegen, ist mir klar, ich wollte aber auch gerne mal ne andere Blickrichtung zeigen.

    @2: Aber wenn man den Lebensweisen angepasste Gottesdienste und später auch Gemeinden anbietet, hat man doch wieder so kleine Parallelgesellschaften innerhalb der Christenheit, die sich vermutlich nie begegnen. So begeistert ich auch die Postmodernen und die EmCh-Bewegung verfolge, beschleicht mich doch langsam das Gefühl, dass wir als Familie da nicht so mittun könnten. Freunde von uns haben Mühe, in einer eher jungen neuen Gemeinde Fuß zu fassen, wo es ihnen eigentlich sher gut gefällt – weil sie Kinder haben und deshalb auch zeitlichen und anderen Einschränkungen unterliegen.

    @3: Na, na. „genetisch fixiert“ und „vor 50 Jahren“ und überhaupt die ganzen Fragen im zweien Absatz – das fand ich ja eben so polemisch, dass ich mich quasi schon comment-bot-mäßig zu Wort melden *musste* 😉

    Ist eine schwierige Kiste. Vielleicht schildere ich irgendwann mal die Diskussionen, die wir bei uns in der Gemeinde hatten, als es daran ging, zwei Gottesdienste einzurichten …

  5. onkeltoby sagt:

    @1 Ähh, what??? Bei der letzten Kirche, bei der ich war, hatten wir Samstag abends um 18 Uhr Gottesdienst, und es waren einige Familien mit Kindern unterschiedlichen Alters dabei. Ich hatte wirklich nie gehört, das jemand damit Probleme hatte. Und den Einwand, das man nicht weiss, was man vormittags machen soll, halte ich ehrlich gesagt für ein bißchen grotesk.

    @2 Ich finde, das hat wirklich überhaupt nichts mit Emerging Church oder so zu tun. Ein sonntagmorgendlicher Termin IST ein einem Lebensstil angepasster GoDi. Nur, weil das halt immer so gemacht wurde bedeutet das ja nicht, dass es heutzutage immer noch Sinn macht.

    Jede Gemeinde hat ein bestimmtes Profil und spricht eben auch nur bestimmte Menschen an. Ich sehe da auch kein Problem drin, solange man das reflektiert und auch offen für Veränderung bleibt. Mit dem 2. Absatz meinte ich: Es wird oft so getan, als ob die altergebrachten Arten, Gottesdienst zu feiern das Nonplusultra seien, an denen sich alles zu messen hat. Leichte Abweichungen werden dann gerne als „Jugendgottesdienste“ o.ä. bezeichnet (wie z.B: in meiner alten Baptistengemeinde), um sich deutlich davon abzugrenzen. Ich finde das borniert und doof.

    Schreib mal was über eure Termindiskussionen. Würde mich echt interessieren.

  6. francis sagt:

    ich hab das auch nie verstanden und werde es nie verstehen. sonntags 10 uhr ist eine grausame zeit. und bei uns war es sogar eine entscheidung der familien – die mehr oder weniger den kern der gemeinschaft bilden – gottesdienst nicht um 10 uhr zu machen.
    dass es um dieses thema immer wieder erbitterte diskussionen innerhalb der gemeinde gibt finde ich ohnehin ziemlich übel. zumal die entscheidung, ob gottesdienst um 10 uhr oder nicht ohnehin eigentlich davon abhängig gemacht werden sollte, wie man am besten andere menschen erreicht. 10 uhr ist eine christliche nische für christen gemacht.

  7. Anne sagt:

    Jakobgemeinde in Friedrichshain – sonntags alle 14 Tage 15.30h Gottesdienst mit Buffet im Anschluss….

    http://www.jakob-gemeinde.de/

    PS: im Moment auch Fussball im Café……

  8. [depone] sagt:

    verstehe gottesdienste am sonntag morgen auch nicht so ganz. vielleicht auch weil ich, trotz kinder, nicht um 10 ins bett gehe – oder auch weil mir am sonntag vormittag mit der familie eine reihe netter dinge zu unternehmen einfallen, die nicht in irgendwelchen gemeinderäumen stattfinden.

  9. Scheiß auf Maggi und Konsorten – sag ich jetzt mal etwas salopp! Ich geh mit Dir (Martin) mit Dir auch gern wann anders beten oder komm dazu vorbei, obwohl ich mittlerweile auch extremer Frühaufsteher bin – komme in der Nacht davor, was wolle. Ansonsten weiterhin quasi telepathisch.

  10. Andreas sagt:

    Jede vernünftige katholische Gemeinde bietet ein Vorabendmesse an, also Samstag abend…


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