Willard Grant Conspiracy + Howe Gelb

Letzten Donnerstag mit ganz vielen extra angereisten Glitterhäuslern im Babylon gewesen, denn Robert Fisher führte sein Opus Magnum „The Pilgrim Road“ mit Orchester auf. Für eine ziemlich „kleine“ Band wie Willard Grant ist das natürlich eine Unternehmung, die jegliches finanzielles und zeitliches Budget sprengt, und ich denke, Robert wird sich bewusst sein, dass man sowas – wenn überhaupt – nur einmal macht. Aber jede Sekunde und jeder Penny, der da rein geflossen ist, hat sich voll gelohnt.

„Als „Vorgruppe“ trat Howe Gelb mit einem Bassisten (und Tom King am Schlagzeug für die letzten beiden Stücke) auf. Howes Konzerte sind ja in den seltesten Fällen kohärente Veranstaltungen, und so fing er diesmal mit 2 (ausgespielten) Lounge-Jazz-Stücken am Klavier an, brach dann weitere Stücke ab mit der Bemerkung, die seien wohl gerade gestorben, spielte dann etwas Gitarre und machte halt sein Ding. Das ist natürlich grossartig, aber das darf eben nur Howe Gelb.

Nach eine kurzen Pause ging es dann mit Robert und der extended Version der Willard Grant Conspiracy weiter. Neben einer Sängerin und dem erwähnten kleinen Orchester (2 Bläser, Chello, Viola, Kontrabass, Schlagzeug, Flügel, Keyboards) spielte auch Chris Eckman von den Walkabouts mit, was dem ganzen noch eine gwisse „sonische“ Qualiät verlieh. Um es mal ganz kurz zu machen: Das war der Hammer. Ich halte Fisher ja eh für einen begnadeten Songschreiber, und dieses Talent wird eigentlich nur von seinem Bariton übertroffen, der mich wirklich immer wieder begeistert. Auf den Alben kommt das leider alles nicht auch nur annährend so rüber wie live. Für diesen Mann scheint das Singen wie das Atmen für unsereins.

Sechs Jahre hat er an „Pilgrim Road“ gearbeitet und die Songs auch gleich für ein Orchester geschrieben. Ich würde mal behauptet, dieses Album vertreibt niemand mehr aus meinen persönlichen Top 3 dieses Jahr. Und obwohl die Stücke recht „werkgetreu“ aufgeführt wurden, war es keine Sekunde langweilig, denn gerade ein Orchester macht live schon einen grossen Unterschied.

Anfang hatte ich Befürchtungen, dass die ganze Geschichte etwas zu „sakral“ und bedächtig werden könnte, das die hat Robert durch seine Zwischendurcherzählungen und Anekdoten schnell zerstreut.

Hier ein kleines Video, das dem Abend aber nicht ansatzweise gerecht wird.


One Comment on “Willard Grant Conspiracy + Howe Gelb”

  1. tabea sagt:

    wieso sitz ich nur hier in dieser provinz?! hoffe auf ein baldiges wiedersehen in b. bringst du mir dann die eine oder andere vö aus diesem jahr mit?? habe nix neues… küsse, t


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