Tales from the Ghetto

Gestern Abend wollte ich mit meiner alten Freundin Tina noch einen trinken gehen, als ich auf dem Weg nach unten im ersten Stock an einer offenen Tür vorbei kam. In der Wohnung war niemand und es brannte auch kein Licht. Dann erst bermerkte ich, das ein Teil des Türrahmens herausgebrochen war. Die Polizei war in knappen vier Minuten mit gleich 5 Leuten vor Ort und nahm meine Personalien auf.

Ich konnte sehen, dass in der Wohnung einige volle Kartons standen und vermute, dass hier wohl die junge Frau eingezogen war, die ich neulich mit der Hausverwalterin am Briefkasten getroffen hatte. Direkt hinter der Tür stand auch ein Katzenklo; vom Tier fehlte allerdings jede Spur.

Das Leben in Neukölln wird immer unschöner. Vielleicht sollten wir uns hier doch langsam aus dem Ghetto verabschieden. Ein Wohnungseinbruch gehört mit zu meinen ultimativen Horrorvorstellungen, und ab jetzt werde ich Licht und Radio anlassen, wenn ich aus dem Haus gehe und die Liebste auch nicht hier ist.



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