Ich bin der Markus und habe Jesus lieb.

Gerade zufällig „hart aber fair“ gesehen, es ging irgendwie um Gott. Anwesend waren Markus Lanz, der wohl „Explosiv“ bei RTL moderiert und irgendein Buch über Gott geschrieben hat, Manfred Lütz, der Psychater ist und irgendein Buch über Gott geschrieben hat, Jürgen Becker, der sich immer über Gott lustig macht, Jutta Ditfurth und, ahem, Rainer Holbe, aus welchem Grund auch immer. Der braungebrannte Markus Lanz konnte sich nicht entblöden, über seinen Urlaub bei einem bettelarmen Nomanden zu berichten, den er ob der „Einfachheit seines Glaubens“ beneidete, Chefarzt Lütz wollte Jutta Ditfurth immer mit der Gerechtigkeit kommen, die ja von ausschlieslich von Gott kommt, Jürgen Becker machte immerhin ein paar witzige Bemerkungen, Rainer Holbe wollte sich immer bei Jutta Ditfurth einschleimen, und die sympathischste Person war eben genau sie – Jutta Ditfurth. Schlicht und einfach, weil sie keine Agenda hatte, wie der Amerikaner so treffend formuliert. Sie musste nicht witzig sein, keine Bücher verkaufen und offenbar ging es ihr auch nicht darum, ihre Nase wieder ins Fernsehen zu bekommen.

Mich deprimiert, das Christen in den Medien so oft als Verkäufer rüberkommen, die andere Leute von ihrem Glauben überzeugen wollen, oder noch plumper: Andere Menschen „dort abholen wollen“, wo sie sie dann vermuten. Eigentlich kann es in solch einem Setting nur eine Art von Reaktion geben: Klappe halten, zuhören, nachfragen, Aber bitte bitte bitte nicht erklären wollen, warum Gott alle Menschen liebt.



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