Was geht.

Das Leben besteht derzeit zumeist aus dem Wegschaufeln von Arbeit. An künstlerseitigem Interesse mangelt es meiner kleinen bookingagentur am Rande der Stadt nicht – leider verstehen die Amerikaner einfach nicht, dass hier andere Gesetzmäßigkeiten gelten als in „God’s own country“. Dort scheint es ohne weiteres Möglich zu sein, eine komplette Tour 2 Monate im vorraus zu buchen, in Deutschland schiebt sich das immer weiter nach vorn und wir sind jetzt schon bei mindestens sechs Monaten.

Aber ich kann natürlich nicht nein sagen, schon gar nicht bei bei zwei Künstlern, die ich wirklich grossartig finde. Das Elend des Pizzaservice: Man kann das Telefon nicht nicht abheben.

So versuche ich, mit möglichst wenig Arbeit (die ich ja nicht bezahlt bekomme) und noch weniger Lügen den Leuten klar zu machen, dass sich für Oktober nichts mehr holen lässt. Nicht ganz einfach.

Dafür sieht es an der eigenen musikalischen Front recht gut aus. Wir hatten zwischendurch auch mal ein richtig katastrophale Probe und Henry hat sich leider auch von dem gerade neu gefundenen Bassisten getrennt (was ich sehr schade fand, weil ich ihn total gerne mochte und wir auch bizarr viele gemeinsame Bekannte hatten – wohl ein reiner Zufall, das wir uns nicht schon vorher über den Weg gelaufen sind), aber ich freue mich total auf das Festival am 27.7.

(Achtung! Es folgt Mucker-content!)
Im Zuge der ganzen, neuen Bandgeschichte habe ich auch mein Equipment etwas umgebaut und aufgerüstet. Für den Hausgebrauch habe ich bislang über einen POD 2.0 und, ähh, Computerboxen gespielt, das ging ganz gut, stellte sich aber als völlig unbrauchbar für die Proben heraus – trotzdem wir die leiseste Band der Welt sind.

Ich hatte mir vor einem halben Jahr ja einen alten Fender Twin Reverb gekauft, der aber leider so billig wie extrem alterschwach war und erstmal neu aufgebaut werden muss (Jaja, ich weiss: Ich werde ihn eh bald wieder verkaufen…)

Nach einiger Recherchiererei (cooles Wort!) fiel meine Verstärkerwahl auf den den Yerasow GTA15, der vom Kölner Musikstore (als Fame GTA 15) vertrieben wird. Ein kleiner, handverdrahteter Vollröhrenamp, der in Russland hergestellt wird und dessen Design sich am Fender Pro Junior anlehnt: 15 Watt aus 2 EL84 in ein 10″-Speaker, einen Volumen- und einen Tonregler. Klingt phantastisch und hat selbst mit meiner Pedal-Steel noch erstaunlich viel headroom.

Ich hatte eigentlich vor, meinen POD davor zu schalten und einfach glücklich zu sein. Klappte leider nicht, da der POD dem Amp sämtliche direkte Ansprache nahm, da hätte ich mir auch eine billige Transe kaufen können. Da ich mit dem Klang des Verstärkers eh zufrieden war, brauchte ich eigentlich nur noch ein Reverb-Pedal und einen Verzerrer.

Gerade an Hallpedalen habe ich mir einige angehört, aber an den Elektro-Harmonix Holy Grail kam nichts dran. Am ehesten noch der Marshall Reflector, der aber a) teurer war und b) lange nicht so gut aussah.

Da ich kein Geld für einen meiner Lieblingsverzerrer (MEK TD-2, Voodoo Lab Sparkle Drive) hatte, muss es jetzt erstmal der Digitech Bad Monkey tun, der aber auch ziemlich klasse klingt.

Ach ja: Leider brauch mein Ernie Ball Volumenpedal einen neuen Poti, was aber teuer wäre als dieser optische Totalschaden. Da muss der Ernie noch etwas warten.

Jetzt ist aber gut: Meine Pedal-Steel klang noch nie so gut und ich bin richtig glücklich. Und hoffe natürlich, das ich mich finanziell nicht übernommen habe. Aber ich habe ja noch den Twin…



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