Von Hillsong zu Hoffnung

Gestern wollte ich endlich mal zur Hillsong Hausgemeinde, nachdem ich schon vor Wochen mit jemandem Kontakt aufgenommen hatte, die mail dann aber zufällig gelöscht habe und der Person dann nochmal schreiben musste. Irgendwie ist es schwierig, mit den Leuten Kontakt aufzunehmen; es gibt keine website oder ähnliches und selbst die Anfrage über die offizielle australische Seite ladete nur wieder bei eben jener Person.

Leider stand an der mir gegebenen Adresse weder jemand vor dem Haus, noch gab es die Namen am Klingelschild. Hm. Nachdem ich eine viertel Stunde dumm vor dem Haus runstand und ich auch bei angrenzenden Nummern nichts fand erinnerte ich mich, das sich Sonntags in den Räumen von Rock Berlin noch eine andere Gemeinde traf. Ich hatte einen Artikel eines Mitglieds dieser Gruppe im Magazin „The Race“ gelesen und schaute mir daraufhin die website der Gemeinde an. Obwohl sie nur Untermieter von Rock Berlin sind, scheint mir die Mitgliederzahl dreimal so hoch.

Als ich ankam, sprach ich direkt jemanden an, der mir ein wenig von der Geschichte der Kirche erzählte und mich einlud, auch danach noch zu bleiben. Zuerst würde es eine Predigt geben, dann eine Stunde lang Kaffeetrinken und Gespräche, woran sich ein Lobpreis-Teil und eine Gesprächsrunde über die Predigt anschliessen sollte.

Ich hörte mir allerdings nur die Predigt an, mit der ich nicht viel anfangen konnte. Sie war explizit an Nichtchristen gerichtet und erinnerte mich eher an eine Comedy-Veranstaltung. Ausserdem fand ich einige Aussagen, naja, zumindest nicht ganz klar. So sagte der Pastor z.B., das man seine eigene Kultur nur dehalb habe, um sich anderen Überlegen zu fühlen; und dass das „Christ-werden“ einen Bruch mit eben dieser Kultur erfordert. Ich denke, ich weiss, was er meint, aber ich halte das für etwas unglücklich ausgedrückt. Der Titel der Veranstaltung war „Du bist zu geil für Deine Zukunft“, wobei das geil auf den Flyern durchgestrichen war und lt. Pastor auch nicht benutzt werden sollte. Ich habe keine Ahnung, ob das auch ein Witz gewesen sein soll, oder was sonst dahinter stecken könnte.

Nach der Predigt unterhielt ich mich dann noch mit dem Menschen, den ich Eingangs kennengelernt hatte und der sagte mir, dass diese „Gottesdienste“ nicht das Zentrale Treffen der Gemeinde ist, sondern nur als eine Art Evangelisierungsveranstaltung diene. Die eigentlichen Treffen wären in kleinen Hausgemeinden, in denen auch sehr viel Wert auf persönliche Beziehungen gelegt werden würde. So habe auch jeder, der neu dazu kommen, einen Mentor.

Später gesellte sich dann noch der Pasor dazu und ich erzählte ihm etwas von meiner Ideee von Gemeinde. Es war ein nettes Gespräch und wir drei treffen uns am Mittwoch mal, um das weiterzuführen. Bovor es weiterging, machte ich mich auf den Weg, denn die Liebste wartete.



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