Ein Wort der Warnung

Ich weiss nicht, wer Rudolf Ebertshäuser ist, aber ein kurzer Google-search lässt tief blicken – Vom Marxisten zum Charismatiker zum Ultra-Konservativen. Auf dieser website gibt es eine recht unterhaltsame und um so ausführlichere Warnung vor den Irrlehren der Emerging Church. Und eine schöne Exemplifizierung der im letzten posting erwähnten Angst der Evangelikalen, das jemand das in Frage stellen könnte, was sie für den Kern ihres Glaubens halten. Bei Ebertshäuser nimmt das schon teils groteske Züge an, aber die Mechanismen sind ja immer die gleichen.

Dazu kommt hier noch die Gleichsetzung von Em. Ch. mit den Ansichten von Erwin McManus, dessen Buch „Eine unaufhaltsame Kraft“ er hier kritisiert, eine komplette Unkenntnis, was PoMo und Dekonstruktion ist, und eine zweifelhafte eigene Bibelkennis (z.B. „geistliche Kriegsführung“ ist komplett unbiblisch? Eph.6?).

Sehr deutlich in seiner Tirade wird die unverholene Arroganz, mit der er glaubt, die Deutungshoheit über den Glauben zu besitzen und über andere Meinungen richten zu dürfen. Das „Problem“ ist bei McManus Buch (das ich nicht gelesen habe, aber oft zitiert wird) natürlich, das es anscheinend recht provokativ geschrieben ist, aber Ebertshäuser leider nicht zum nachdenken anregt, sondern ihn in jede Falle tapsen lässt, die McManuns (nicht) aufgestellt hat. Jedes Zitat wird mit Behauptungen und Versen widerlegt, als stünde der Gehörnte höchstpersönlich dahinter (was er für Ebertshäuser allerdings auch tut).

Wahnsinn. Und die Bibel hat mal wieder recht: Das Wort tötet.



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