Ricky Lee Jones

Im aktuellen Rolling Stone steht ein recht interessanter Artikel über Ricky Lee Jones und ihr neues Album, „The Sermon On Exposition Boulevard“. Ausgangspunkt des der Aufnahmen war ein Projekt des christlichen Musikers Lee Cantelon, welcher vor gut 10 Jahren die wörtlichen Aussagen Jesu neu übersetzte und thematisch gegliedert als Buch unter dem Titel „The Words“ veröffentlichte. Diese Arbeit scheint wiederum ein Ausgangspunkt für einige kulturelle Projekte zu sein, über die man sich auf der recht unübersichtlichen Seite „The Words.com“ infomieren kann.

1995 nun hatte Cantelon die Idee, einige kredible Figuren aus der Musikszene anzusprechen, um eine Art Spoken-Word-Version des Buches aufzunehmen und auch musikalisch untermalen zu lassen. Hier kann man lesen, wie das genau funktionieren sollte, ich war war mehr als Überrascht, einen meiner grossen Helden unter den Teilnehmenden zu finden: Mike Watt. Es gibt sogar ein MP3 von einem Song mit ihm, der anscheinend auch der einzige war, der für dieses Prokjekt überhaupt aufgenommen wurde (bricht bei mir leider in der Mitte ab).

Neben Watt war auch Ricky Lee Jones unter den Musikern, die für dieses Projekt angesprochen wurde. Bei der Rezitation der biblischen Texte im Studio war Cantelon so begeistert, das er alle anderen Beteiligten wieder auslud, um ein eigenes Ricky Lee Jones-Album daraus zu machen. Genauere Angaben über seine Beteiligung findet man in dem RS-Artikel leider nicht, und da die CD erst nächsten Freitag erscheint, habe ich bis auf den einen Song auf dem RS-Sampler noch nichts gehört. Ich finde das allerdings sehr interessant, zumal sich Jones als Nicht-Christin bezeichnet.

Laut der website soll das ursprüngliche Projekt mit verschiedenen Musikern in diesem Jahr fortgesetzt werden, und nach dem Mike Watt-Stück kann ich das auch nur hoffen.

Cantelon hat auch eine eigene Band, die sich aber leider von Schnarchsäcken wie Lenny Kravitz, und, natürlich, U2 hat inspirieren lassen und auch so klingt. Er scheint auch in enger Verbindung mit einer deutschen Freikirche zu stehen, deren Pastor Herbert Ros für die deutsche Bearbeitung der von Cantelon neu übersetzten Texte zuständig war (die website der Kirche finde ich gerade nicht).

Und das coolste: The Words.com hat sein Hauptquartiert in der Sleater-Kinney 700, Washington, der Strasse, in der die gleichnamige Band ihren Proberaum hatte. Bei soviel geballter street credibility kann ja kaum noch was schief gehen…



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