Gekd II

Da der icf seine Predigten über iTunes als Podcast anbietet, habe ich dort mal geschaut, was es sonst noch so erbauliches gibt und bin auf Predigten der Willow Creek Church gestossen. Da ich Bill Hybels nur dem Namen nach kannte, habe ich mir mal 3 Predigten über Maleachi runtergeladen (Leider kann man das nicht verlinken; einfach bei iTunes nach „Willow Creek“ suchen; dann oben rechts auf Podcasts gehen und den Willow Creek Podcast der Willow Creek Community Church auswählen“. Einfach… Naja.)

Und bin sehr beeindruckt. Ersteinmal kann ich Hybels gut zuhören, auch, wenn er mir manchmal ein wenig zu beeindruckt von seinen eigenen Worten ist. Aber seine beiden Predigten zu Maleachi (auch die eine von John Ortberg) unter dem Titel „Living Excellent Lives“ sind wirklich beeindruckend. Und zumindest eine spricht natürlich auch meine momentane Frage nach dem 10. an.

„Bringt aber die Zehnten in voller Höhe in mein Vorratshaus, auf dass in meinem Hause Speise sei, und prüft mich hiermit, spricht der HERR Zebaoth, ob ich euch dann nicht des Himmels Fenster auftun werde und Segen herabschütten die Fülle.

Ein Gedanke war, dass den 10. zu geben wirklich das absolute Minimum an Dankbarkeit ist, das wir Gott geben können – im Vergleich mit der Bereitschaft, ihm unser ganzes Leben zu überantworten, was natürlich stimmt. Hatte ich in einem älteren Post nicht geschrieben, das mir Geld nicht so viel bedeutet? Offensichtlich doch, wenn es mir bislang so schwer gefallen ist, Gott seinen Anteil zu geben. Übrigens habe ich neuerdings auch das Bedürfnis, Bettlern etwas zu geben, und wer das Bettleraufkommen in Berlin kennt, weiss, das man immer einiges an Kleingeld in der Tasche haben sollte.

Für Hybels geht in in Maleachi generell um das Neujustieren von Qualitätsstandarts in Beziehungen – zu Gott, untereinander, und nicht zuletzt zum Geld. Und auch das trifft eigentlich genau das, was ich gerade erlebe. Meine Beziehung zu Gott hat sich in den letzten Wochen wirklich sehr gewandelt, und ich würde sagen: So innig war sie noch nie, aber auch gleichzeitig so dynamisch. Vielleicht erlebe ich zum ersten Mal, dass ich wirklich etwas von Gott erwarte, und ihn nicht von vornherein ein Erwartungsschema habe, in dessen Grenzen er sich bitte mal manifestieren möge. Es ist ein wenig wie das Öffnen einer Faust und ich weiss, dass dies ein Prozeß ist, der noch einige Zeit dauern wird, und während dessen ich mich immer wieder fragen muss, ob mir wohl dabei ist, oder nicht. Und warum das so ist.

Ich hatte schon früher Zeiten, in denen ich mich Gott ziemlich nah fühlte, aber er ist mir jedes Mal wieder unwichtiger geworden. Ich hoffe inständig, das mir das nicht nochmal passiert.



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