Emergent Forum 2010

Bevor ich schon wieder nicht dazu komme, hier mal ein paar Gedanken zum Emergent Forum 2010, das am vergangenen Wochenende in Essen stattfand. Zunächst mal ein herzliches “Dankeschön” an das Orga-Team von Emergent Deutschland, das sich irrsinnig viele gute Gedanken und noch mehr Mühe gemacht hat, diese auf bestmögliche Weise umzusetzen. Auch die Mitarbeiter des Weigle-Hauses waren fantastisch, vielen Dank auch dahin. So richtig habe ich es leider nicht geschafft, mir mal ein genaueres Bild der Arbeit dort zu machen, aber nach der Atmosphäre nach zu urteilen scheint es etwas ganz Besonderes zu sein.

Es war das erste Mal, das ich an einem Emergent Forum teilgenommen habe und es war – auf einen Nenner gebracht – eine tolle Erfahrung. Vor allem, so viele Leute erstmalig zu treffen (Simon De Vries, Cedric Weber, Daniel Weber, Peter Aschoff, Tobias Künkler, Walter Färber, DoSi – hab ich jemanden vergessen?), die ich teilweise schon seit Jahren aus dem Netz kenne, war ein klarer Höhepunkt. Simon de Vries schrieb, dass man sich schon ein recht genaues Bilder der Leute durch Kommunikation im Netz zu machen kann, die man mit ihnen führt, und ich kann dem nur beipflichten.

Bevor ich zu inhaltlichen Dingen komme noch eine Vorbemerkung: Ich bin mittlerweile an einem Punkt angelangt, an dem ich zu klassisch organisierter Religion kaum noch Zugang finde. So sehr ich es genieße, mich mit anderen Christen zu treffen und mit ihnen über die Wege zu reden, in denen Gott uns begegnet, so unverständlicher erscheint es mir, dafür einen Sonntagmorgen zu opfern und ein Programm mit Predigt, komischer Musik und anderen “Programmpunkten” über mich ergehen lassen zu müssen. Dazu vielleicht später mal mehr.
Generell ging es um die “Suche nach einem dritten Weg” zwischen Kirche und Gesellschaft (vielleicht wäre hier schon eine Weiterfassung des Begriffs ‘Kirche’ günstig gewesen, denn die spontane Assoziation dazu dürfte immer noch die organisierte Ortskirche sein).
Eine Session, die ich am Samstag Vormittag besucht habe, war die über Machmißbrauch und emotionale Erpressung in kirchlichen Gemeinden, geleitet von Walter Färber. Hier gab es gute und interessante Gedanken, zu denen ich aber noch einen hinzufügen möchte. Das ganze Problem ist wirklich Komplex, wurde für meinen Geschmack aber zu sehr aus binnen-kirchlicher Sicht betrachtet. Beginnt das Problem des Machmißbrachauchs nicht schon dem Moment der Professionalisierung? Ich glaube, jeder “Leiter”, der sich dadurch seinen Lebensunterhalt verdienen muss, wird früher oder später Menschen manipulieren, vielleicht eher unbewusst als bewusst. Was eine Kirche aber von einem Karnickelzüchterverein unterscheidet ist die im- oder explizite Forderung nach Authentizität ihrer Mitglieder. Dadurch werden sie automatisch verletzlich und leichter manipulier- und erpressbar. Dazu kommen noch Phänomene wie die Neigung mancher Menschen zu Ideologisierung von Religion oder eine Tradition des Gehorsams und schon hat man ein nur schwer zu durchdringendes System von Abhängigkeiten, das besagten Dingen Vorschub leisten kann.

Weiter ging es am Nachmittag mit einer Session mit dem Titel “Schleier sind sexy”, bei der es um ein Nachdenken über eine neue (sic) Tradition eines mystisch geprägten Zugangs zu einer Gotteserfahrung geht, die als Reaktion auf eine ständige Verfügbarkeit Gottes gesehen werden kann, die Arne Bachmann exemplarisch an der charismatischen Tradition festgemacht hat (“Jesus is my boyfriend”-Lyrics bei modernen “Lobpreis”-Liedern). Hier wurde es mitunter ziemlich interessant, was allerdings nicht zuletzt daran lag, dass sehr unterschiedliche Kenntnisstände der Materie bei den Teilnehmern vorhanden war. Leider verhinderte dies eine etwas tiefergehende Diskussion, was schade war, denn Arne hatte ganz interessante Texte von dem mir sehr verehrten Peter Rollins rausgesucht. Und auch hier fiel mir auf, das manche Teilnehmer nur im Rahmen von Gottesdienstgestaltungen denken konnten, und grade hier hätte man mal schauen können, welche Möglichkeiten sich außerhalb von normalen Gemeinden ergeben können.

Die nächste Session beschränkte sich zu meinem großen Bedauern darauf, Begriffsdefinition zu entwickeln. Es war ja ganz interessant, die Begriffe “Erleben’, “Erfahren” und “Offenbarung” voneinander zu trennen, aber damit dann nichts zu machen erschien mir wenig ergiebig. (Eine Betrachtung aus psychoanalytischer Sicht hätte mich z.B. interessiert, man hätte sich fragen können, wo und wie diese Modi ihre Analogien im triadischen Modell der Psyche finden bzw. repräsentiert werden.)

Was noch war:

- Der ‘alternative Worship’ war interessant, mir aber zu viel an dem Abend. Die musikalische Begleitung der Band “Kontemplatief” fand ich ziemlich gelungen (bis auf den Namen, der geht echt gar nicht. Hallo Wortspielhölle!).
- In welcher Realität wird ein Frühstück bei McDonalds an “Nahrung” angesehen?
- Andi Gerlach hat mich dankenswerter Weise auf den aktuellen Stand der Literaturwissenschaft gebracht. Schade, dass ich bei der Rückfahrt so dermaßen fertig war, ich hätte mich gerne noch länger mit ihm darüber unterhalten. Vielen Dank auf jeden Falls fürs Mitnehmen!
- Es war toll, das meine Freundin Karin mitgekommen ist. Habe unsere Gespräche sehr genossen.
- Der klassische Gottesdienst am Sonntag war dahingehend völlig passend, weil der Pastor eine ziemliche Ähnlichkeit mit Slavoj Zizek hatte. Hehe.
- Sandra Biels!
- Schade, das so wenig Leute getwittert haben. Aber die Twitterwall war toll, vielen Dank dafür.
- Alle Klischees über die Emergent Conversation stimmen natürlich – fast nur schwarzrandige Brillen, Macs und iPhones (allerdings kein iPad! Was war los?)
- Ich hätte mich gerne mit einigen länger unterhalten, wie z.B. mit Walter Färber. Ich hoffe, dazu wird es bald noch kommen.

Für das nächste Mal würde ich mir vielleicht weniger Programm wünschen. Eine Stunde pro Session war viel zu wenig. Ich hätte auch nichts dagegen, wenn es überhaupt kein Programm gäbe – Es sind so viele interessante Leute dabei, dass sich sich mit Sicherheit irre interessante Konstellationen von ganz alleine ergeben.

So, das soll jetzt reichen. Nochmal danke für das tolle Wochenende, ich werde noch einige Tage brauchen, um mich davon zu erholen…


wort ist das falsche wort

Sehr schönes, neues Album namens “Krokus” haben sie gemacht, die Erdmöbel.

wort ist das falsche wort
es ist mehr akkord
ach, ist unsagbar schwer zu sagen
ich hör nicht auf zu fragen
maria oder so
polarlicht von palermo

Beschreibt nebem einem doch etwas anderen Zugang von Markus Berges zu seinen Texten auch sehr gut meinen derzeitigen Blick auf Gott.


Kirche & Homosexualität

Peter Aschoff hat einen sehr lesenswerten Post über Homosexualität und Kirche geschrieben und dabei vor allen Dingen einige Argumente von Walter Wink zitiert, die gegen die Möglichkeit sprechen, eine Sexualnorm aus der Bibel zu extrahieren.


Ein Besuch im Anverus-Haus in Aumühle

Yotin hatte eingeladen: Am 28.2. sollte eine Lesung aus dem Buch “Beziehungsweise Leben” mit ihm und einem der Herausgeber, Daniel Ehniß, im Ansverus-Haus in Aumühle bei Hamburg stattfinden. Es handelt sich dabei um ein evangelisches Exerzitienhaus mit klösterlicher Atmosphäre, in dem Yotin Kantor ist. Da ich seinen Text über Kontemplation in besagtem Buch sehr berührend fand und ausserdem seinen Blog sehr gerne lese und es darüberhinaus noch eine Teilnahme an den Meditationszeiten geben sollte, wollte ich gerne dabei sein.


Sieht nur auf dem Photo aus wie das Bates Motel: Das Ansverus-Haus

Um 16 Uhr ging es mit einer Begrüßung der Spritualin des Hauses, Dr. Kirstin Faupel-Drevs, los, die dann für die weitere Moderation an Anja Neu-Illg abgab. Daniel las als ersten Programpunkt Abschnitte aus seinem sehr guten Text über die beziehungsbedingte Identität des Menschen, der von den ca. 35 Teilnehmern angeregt und auch kritisch diskutiert wurde. Danach war es bereits kurz vor 18 Uhr und wir konnten am ‘Complet’, dem Abendgebet des Hauses teilnehmen. Dieses fand im ‘heimlichen Zentrum’ des Exerzitienhauses statt, der Krypta, die vor 20 Jahren in den Keller gebaut wurde, und bei der es mir beim ersten Betreten wortwörtlich den Atem verschlug:


Die Krypta vom Eingang aus (Bild: Ansverus-Haus)


Vom Altar aus (Bild: Ansverus-Haus)

Ich bin ja kein grosser Charismatiker und so sind mir aussergewöhnliche emotionale Regungen im spirituellen Bereich eher fremd, aber die Atmosphäre in diesem Raum ist wirklich besonderes, zumindest für mich der ‘thinnest place’, an dem ich bislang war. Das Complet folgte einer strengen Liturgie, die ich – eigentlich erstmalig – nicht als gezwungen empfand, sondern als adäquaten Umgang mit der an diesem Platz praktizierten Spiritualität.

Danach gingen wir wieder nach oben und Yotin las seinen bereits erwähnten Text vor, der m.E. eine hervorragende Einführung in das kontemplative Gebet darstellt und auch die schweren Seiten dieses Weges nicht unerwähnt lässt. Er erzählte auch seine Schlüsselerfahrung mit Stille, die er vor einigen Jahren in einem kleinen Zimmer in Portugal hatte.

Auch über diesen Text wurde diskutiert und danach gab es Abendessen. Nach einigen interessanten Tischgesprächen löste sich die Gruppe auf und die meisten fuhren nach Hause. Ich ging mit Daniel rüber in einen Bungalow, in dem wir übernachteten und trank mit ihm noch ein Bier.

Der nächste Morgen begann um 8 Uhr mit einer halbstündigen Meditation in der Krypta, auf die ich mich natürlich besonders freute. Sie folgte wieder einer Liturgie und berührte mich emotional tatsächlich ganz schon heftig. Danach folgte das Frühstück, und da ich noch etwas Zeit bis zu meiner Abfahrt hatte, setzte ich mich nochmal für eine Stunde in die Krypta und genoss noch etwas das ‘absichtlose Verweilen bei Gott’.

Seitdem ich Anfang letzten Jahres einige längere Blogeinträge zu Franz Jalics Buch “Kontemplative Exerzitien” las habe ich den Eindruck, das dies ein Weg ist, dem ich auch folgen sollte und die Erfahrungen dieser anderthalb Tage haben mich nochmal darin bestärkt. Ich fühle mich noch ganz am Anfang und merke vor allem, was für eine Herausforderung es darstellt, sich von Gott an diesen dunkeln Ort führen zu lassen, aber ich merke eben auch, wie sinnvoll dies sich mit meinen sonstigen Erfahrungen – einer teilweise vollkommenen Sprachlosigkeit Gott gegenüber, einer Unmöglichkeit, in den gewohnten Formen Frieden zu finden z.B. – verbindet.

Das Ansverus-Haus ist wirklich ein besonderer Ort und liegt landschaftlich wunderschön am Rande des Sachsenwalds. Es werden über das Jahr einige Kurse und Veranstaltungen im Bereich Spiritualität angeboten und es eignet sich auch perfekt für Klausuren oder um mal ein paar Tage mit Gott zu verbringen. Ich werde sicherlich nicht das letzte Mal dagewesen sein.


Beziehungsweise Leben – Lesung in Hamburg

Einige werden vielleicht das Buch “Beziehungsweise Leben” von Daniel Ehniß und Björn Wagner kennen. Am 28. Februar wird von 16 – 21 Uhr eine besondere Veranstaltung zu diesem Buch im Hamburger Ansverus-Haus stattfinden. Yotin Tiewtrakul und Daniel Ehniß werden aus ihren Kapiteln lesen, es wird ein Gespräch geben und die Möglichkeit, in die Krypta, den Raum der Stille, einzutreten. Man kannst sich bereits jetzt über den passenden Facebook-Eintrag anmelden und informieren. Für weitere Infos oder deine Anmeldung kannst man sich an Yotin (cantor (at) ansverus-haus.de) wenden. (Der Flyer lässt sich mit einem Klick vegrößern)


Everlasting punishment

fail-owned-welcoming-bible-lesson-fail
(via)

Love it.


me me me

“The church is like a person who gets invited to a party and only talks about himself.”
Alan Roxburgh
Link


Zu Besuch beim Motoki-Kollektiv in Köln

Neulich hatte Francis vom Bodenpersonal in einem Post auf das Motoki-Kollektiv aus Köln hingewiesen. Da ich ja derzeit in der Nähe bin, habe ich mich am Sonntag abend mit Francis und seiner Liebsten zum dortigen Abschluss-Gottesdienst ihrer “Goldener Oktober”-Woche verabredet.

Während dieser Zeit gab es in dem alten Ladenlokal in der Kölner Stammstr. neben anderen Aktionen ein 24/7-Prayer, Konzerte und verschiedene Installationen im Keller und im Lokal, die sich u.a. mit der Frage beschäftigten, was uns wertvoll ist – daher auch der Gold-Bezug.

Das Motoki-Kollektiv ist keine Gemeinde, sondern eher eine Gemeinschaft von Christen, die ihre eigenen Vorstellungen von Anbetung und Gottesdienst verwirklichen wollen, was ihnen auf absolut beeindruckende Weise gelingt. Derzeit gibt es zwar regelmäßige Treffen, aber keine Gottesdienste, und so war das Treffen am Sonntag abend, dem wir beiwohnen durften, schon eine Ausnahme.

Erwartungsgemäß passierte nicht viel von dem, was man sonst in einem Gottesdienst erwarten würde – es wurde nicht gebetet, und gesungen wurde auch nicht. Dafür haben 2 Leute “I’ve been looking for freedom” von Hassel Daviidhoff gecovert (was eigentlich eine schöne Idee war, die sich m.E. allerdings noch besser hätte vermitteln können, wenn man den Song ernsthaft und nicht übertrieben ironisch gespielt hätte).Dann gab es eine Bildermeditiation, die aus Fotos von Dingen bestanden, die Leute aus dem Kollektiv als für sich wertvoll empfanden.

Anschliessend hat jemand dann noch eine Art “Predigt” (wenn man so will) über diese Bilder und unser sowie das biblische Wert-Verständnis gehalten, die viele schöne Gedanken hatte.

Alles in allem ein wirklich schöner Abend; ich fand es nur etwas schade, dass die Leute offensichtlich lieber unter sich geblieben sind. Wir saßen etwas getrennt von den anderen an einem Tisch in der Nähe der Tür, aber es hat uns niemand angesprochen oder sich zu uns gesetzt. Dafür habe ich mich etwas mit der Frau unterhalten, die hinter der Theke stand und die sehr nett und offen war.

Vor allem hat mich beeindruckt, mit wieviel Liebe und Mühe an der Einrichtung und an dem 24/7 Gebetsraum gearbeitet wurde. Es gibt wohl 2 Designer in der Gruppe, die offensichtlich sehr genau wissen, was sie tun, und so wirkten die Räume sehr stylisch, aber nicht kalt.

Wenn ich bei Köln Leben würde, dann wäre ich sicheröich öfters mal da. Ich bin sehr gespannt, wie es mit dem Motoki-Kollektiv weitergeht.


2 x Emerging Church Kritik

Hier lässt sich ein Gary Gilley über die Annahme der EmCh aus, das es die Aufgabe der Kirche sein, Gottes Reich auf die Erde zu bringen. Er kritisiert Ansicht, die Kirche sein dazu da, für Frieden und Gerechtigkeit auf der Welt zu kämpfen und so Gottes Reich zu erschaffen und ich denke, er geht da von einem Mißverständnis aus. Nachdem was ich gelsen habe glaubt eigentlich niemand, dass Gott sein Reich schneller aufrichtet, weil die Christen sich so darum bemühen, oder das es im Grunde sogar aus dem Guten besteht, dass wir hier so machen. Bei dem meisten von ihm angefürten Autoren sehe ich schon die Fähigkeit, das hiesige Reich von dem, das noch kommt, zu unterscheiden.

Interessant an diesem Artikel ist die Kritik an den Handlungen der EmCh, für die der Autor “in der Bibel keine Belege findet”. Aber er fragt sich nicht, auf welcher Grundlage die Conversation denn so handelt – aber immerhin schafft er es, die New Perspektive on Paul in einem Haupt- und einem Nebensatz zu diskreditieren.

Wenn man nur die Sympthome sieht, ohne den Grund zu verstehen, und dann auch noch abstruse Aussagen zitiert, die mal im Namen von Emerging Church gemacht wurden, dann kann man zu dieser interessanten Ansicht kommen:

“Beim Oberdenken der Kerninhalte der Emerging Church drängt sich der Verdacht auf, dass die EC keine biblische Antwort auf diese Zeit ist, sondern eher ein Programm, der einzigen Wahrheit, dem einzigen Heilsweg über Jesus Christus einen postmodern getarnten, diabolischen Dolchstoß zu versetzen.”
Quelle, weit unten


Emerging Deutschland

Es scheint, als das einige Blogger schon länger an Emerging Deutschland gearbeitet haben… Schön, das es jetzt ein lokales Forum für die EmCh gibt. Ich bin sehr gepannt, wie sich die Sache entwickelt. Und pappe mir in freudiger Erwartung schonmal das Logo auf die website!


Heads up –>

Wen es interessiert: Beim Sämann ist anhand seiner Rezension des Buches von Fabian Vogt eine interessante Diskussion entstanden.


Fabian Vogt – Das 1×1 der Emerging Church

Der “Sämann” hat vor ein paar Tagen über ein Büchlein namens “Das 1×1 der Emerging Chuch” gebloggt, das ich mir daraufhin ebenfalls bei Amazon bestellt habe. Allerdings bin ich nicht ganz so begeistert davon wie er oder Haso. Leider fehlt mir die Zeit, um genauer darauf einzugehen, daher nur Stichwortartig:

1. Ich finde es gut, dass es endlich mal eine deutschsprachige Veröffentlichung gibt, die sich ausschliesslich mit der EmCh auseinander setzt. Vogt versäumt m.E. aber, das Prozesshafte als konstituierendes Element deutlich zu machen, was sich bereits am Titel zeigt. Er behauptet zwar unter 1.2., das es einen “globalen Konsens” gibt, was meiner Erfahrung nach aber nur sehr bedingt und sicher nicht in dem Umfang stimmt, wie es Vogt in seinem Buch behauptet. Sein “1×1″ ist daher kein “1×1 der Emerging Church”, sondern das “1×1 der Emerging Church, wie sie Fabian Vogt wahrnimmt”. Sieht man sich z.B. die Positionen in dem Buch “Listening to the believes of the emerging church” an, wird man feststellen, dass der behauptete Konsens auf einem sehr schmalen Brett steht.

2. Entgegen der von mir am meisten beobachteten Methode, die Genese der EmCh an dem “Paradigm Shift” der Postmoderne festzumachen, geht Vogt die Problematik von der Systemtheorie an, was meiner Ansicht nach ein (leider) viel zu seltener Ansatz ist. Ich halte sehr grosse Stücke auf die Systemtheorie, aber Einführung auf dieser Basis verpasst m.E. die Notwendigkeit, die Dringlichkeit dieser Bewegung zu betonen. Vogt richtet sich in seinem Buch hauptsächlich an Christen, die bereits Erfahrungen mit “normalen” Gemeinden haben, und spricht in diesem Zusammenhang auch von einer “Einladung”. Aus dieser Perspektive liesst sich das (mal wieder) als irgendein neuer Trend, dem die Kirche jetzt wieder zu folgen hat, da sie ja “zeitgemäß” bleiben muss.

Das wurde schon von so vielen Dingen behauptet, die sich letztendlich nur auf Methoden gestützt haben, die ihrerseits wieder ein Verfallsdatum haben. Das die EmCh ja eben genau das nicht will wird von Vogt zwar behauptet, ist für mich aber nicht als Notwendig nachvollziehbar.

Er warnt unter 5.1. auch davor, die EmCh mit einer postmodernen Kirche zu verwechseln, aber er führt leider nicht aus, wo die Unterschiede sind und was die erwähnten “Postmodernen Angebote” sein sollen.

3. Soweit ich sehe, wird das Internet ein einziges Mal erwähnt.; Blogs existieren für Vogt überhaupt nicht. Das ist für eine “Bewegung” deren Hauptakteure alle blogs haben und deren Diskussion zu einem grossen Teil eben dort stattfindet, wirklich bizarr. Ich sehe durchaus eine gegenseitige Befruchtung von EmCh und vielem, was unter “web 2.0″ subsummiert wird. Darauf nicht im geringsten einzugehen halte ich für eine grobe Unterlassung.

4. Da sich das Buch an Leute richtet, die bereits Erfahrung mit christlichem Leben in Gemeinden haben halte ich es für keine gute Idee, ausschliesslich einen abstrakten Überblick über das Denken der EmCh zu geben. Vogt sagt nichts darüber aus, wie sich das alles konkret manifestiert. Warum ist ein “missionaler Lebensstil” da so wichtig? Was sind die politischen Implikationen? Wie wird in diesem Bereich Theologie gemacht und was bedeutet Orthopraxie? Das sind alles ganz zentrale Fragestellungen, die m.E. in einem Buch mit diesem Ansrpuch nicht fehlen dürfen.

5. Vogt sagt leider nichts darüber, das ein grosser Teil der Theologie aus Rückgriffen und rekontextualisierungen alter Texte besteht. So klingt es,als ob hier (wieder mal) eine neue Sau durchs Dorf getrieben wird.

6. Die Literaturliste ist sehr selektiv, vor allem fehlt Rollin’s Buch”How (not) to speak of God”, das meiner Meinung nach immer noch den wichtigsten Bitrag zur Diskussion liefert. (Ich glaube, McLaren schrieb, dass er mit niemandem mehr über die EmCh diskutiert, der dieses Buch nicht gelesen hat – zu recht.)

Leider kann ich das Büchlein nicht empfehlen, wenn man sich von der EmCh ein Bild machen möchte, das ist alles zu selektiv geschrieben und lässt zu vieles aus. Natürlich ist es nur 60 Seiten dick,aber manche Sachen lassen sich eben nicht in eine Nutshell zwängen. Eine Bewegung vorzustellen, die einen so grossen Schwerpunkt auf das “machen”legt”, indem man nur eine (sehr vage und vor allem nicht im Ansatz vollständige) Theorie aufzeigt, kann keine gute Idee sein. Da würde ich eher das Buch von Peter Rollins empfehlen.


My Jesus beats up your Jesus, Pt. 395

Ich bewege mich ja nicht so häufig in christlichen-fundamentalistischen Kreisen, und wenn, dann sind die Kreise zwar fundamentalistisch, aber doch gemäßigt. Eine interessanten Einblick in dieses traurige Reich gibt es derzeit über den Naked Pastor.

Dessen m.E. so streitbarer wie interessanter und inspirierender Blog wurde jetzt von “Slice of Laodicea” begutachtet – und natürlich für zu leicht befunden. Wenn es so etwas wie einen christlichen “Hateblog” gibt, dann dürfte SoL wohl locker drunterfallen. Wo die Verfasserin “Ingrid Schlüter” in ihren Beiträgen zumeist noch halbwegs zwischenmenschliche Mindeststandarts erreicht, halten sich ihre Kommentatoren dann überhaupt nicht mehr zurück.

Schon interessant, was manche Leute aus “Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst”; “richte nicht, auf das Du nicht gerichtet wirst” und “Was siehst du aber den Splitter in deines Bruders Auge und nimmst nicht wahr den Balken in deinem Auge” so machen können. Wenn ich sowas lese, dann frage ich mich immer, wieviel Angst solche Leute haben müssen. Was bedeutet es wohl für sie, wenn es heisst, Jesus mache frei? Dass er heute mal keine Bergpredigt hält?

Tino hatte ja unlängt auch eine Begegnung mit dieser Art Christen… Es ist deprimierend.


Me and the farmer

Es zeichnet sich ab, das der Pastor / Leiter der Gemeinde, die ich derzeit besuche, im Januar wieder in die USA geht. Es wird ein Nachfolger gesucht, welcher anscheinend bereits gefunden worden ist. Vor drei Wochen war er mal da und hat Gitarre gespielt, aber nicht gepredigt oder sich sonstwie vorgestellt, was ich schon ein bisschen seltsam fand. Wenn ich mich recht entsinne, ist auch nicht erwähnt worden, das er sich für diesen Posten bewirbt – die Binnenkommunikation lässt da wirklich einiges zu wünschen übrig. Ich bin mir nicht sicher, ob er der Richtige ist, aber ich habe heute in Karen Ward’s Beitrag in “Listening To The Believes Of Emerging Churches” eine interessante Stelle gefunden, die meine Einstellung zu “Gemeindeleitern” ganz gut widerspiegelt:

“”For leader, cultivating growth is about becoming an abbot in a congregation rather than a pastor. An abbot is a leader who forms a way of life among a whole people. Missional change is primarily about formation – and formation is about the habits and practices that shape new ways of being the chuch.

Cultivation is an ancient word taken from agricultural practices. It is an organic metaphor rather than one of management or warfare. A gardener or farmer understands that life and purpose of plants and crops is not something over which the farmer has a great deal of control. And so, leadership as cultivation is not about people fitting into your strategy; it is about providing the environment in which missional imagination buds and develops, and in which the farmer may well be astonished by the results”
(Alan Roxburgh)

Ich habe generell keine Probleme mir Hierarchien; und ich bin mir wohl bewusst, das Petrus dieses Prinzip gerne in Gemeinden angewand sehen will. Aber ich glaube, das die Form durchaus diskutabel ist.

Ich sehe es z.B. auch nicht als zwingend notwendig an, überhaupt einen theologisch ausgebildeten Pastor in einer Gemeinde zu haben. Für viel wichtiger halte ich es, jemanden zu haben, der in Zusammenabeit mit seiner Kirche ein Klima des Wachstums prägt, der Leute inspiriert und zusammenbringt, der keine one-man-show abzieht, sondern sich seiner Abhängigkeiten bewusst ist (und wie oft habe ich schon Pastoren erlebt, die nach dem Motto arbeiteten: “If you want something to be done, do it yourself”).

Überhaupt gefällt mir Karen Ward’s Kapitel mit am besten, das zusammen mit ihrer Kirche geschrieben worden ist. Es steht eigentlich diametral zu Mark Driscoll, der in diesem Buch mit seiner Wortfixierung, seiner gönnerhaften Gutsherrenmentalität und latentem Sexismus für alles steht, was ich an christlichen Fundamentalisten so abstossend finde. Am Anfang seines Kommentars zu Ward’d Beitrag spricht er ihr z.B. erstmal das Recht ab, als Frau Gemeideleiterin zu sein. Mir ist vollkommen rätselhaft, warum Driscoll überhaupt in irgend einer Weise zu der Emergent Conversation gezählt wird. Ich kann weder Inhaltlich, noch im Duktus eine Geistesverwandschaft zu Z.B. Pagitt, MacLaren oder anderen Akteuren in diesem Gebiet feststellen.

Auch, wenn der Erfolg seiner Kirche ihm Recht geben mag: Seine Art der Gesetzlichkeit und Intoleranz schafft genau das Klima, mit dem ich nichts mehr zu tun haben möchte. Und wenn ich mich dafür als Liberaler beschimpfen lassen muss.


Why Al Queda Supports the Emergent Church

Nicht, das gleich wieder einer um die Ecke kommt und schreit “Antiamerkanismus! Bäh!”, aber könnte es nicht vielleicht sein, das wir hier eine US-Amerikanische Spielart der evangelikalen Angst haben, ja nicht vom “schmalen Weg” abzuweichen und mit Jesus bloß alles richtig machen zu müssen, weil man sonst SOFORT in die Hölle kommt? Denn mit Patriotismus scheint man so ziemlich jeden Bewohner dieses wunderschönen und von vielen netten Menschen bewohnten Landes zu kriegen. Und wenn man die erwähnte Angst, die ja immer ein schlechter Ratgeber ist, geschickt mit der angeblich omnipräsenten Terrorgefahr und solidem Halbwissen verbindet, ist das zwar komplett daneben, aber man kann um so besser auf alles einschlagen, was man nicht verstehen kann.

Ihr seid komisch, ihr Christen.
via


Sorry, my pagan friends,

…but this is just too fuckin’ funny:

Aber keine Sorge: Nach dem nächsten Regen kann man wieder Witze über Jesus machen.

Nevermind,

Onkel Homie
via


“Lobpreis”

Mein grosses Problem mit “Lobpreis” am Anfang des Gottesdienstes (mal abgesehen von dem bescheuerten Begriff) ist oft, dass ich das eigentlich immer als Manipulationsversuch empfinde, und auf so etwas reagiere ich sehr empfindlich. Ich habe ja überhaupt nichts gegen Songs, die einen irgendwie auf eine Begegnung mit Gott vorbereiten sollen, aber wenn vorne jemand völlig in Anbetung versunken ist, dem ich keine 2 Minuten vorher einen Witz erzählt habe, frage ich mich immer: Wie kriegen die sowas hin? Haben die tatsächlich die Fähigkeit, sofort umzuschalten allen weltlichen Kram hinter sich zu lassen? Und: Warum muss das eigentlich sein?

Ich finde es schön, wenn es im Rahmen von solchen Gottesdienstteilen zu einer meditativen Stimmung oder der Erfahrung einer besonderen Nähe zu Gott kommt. Bei mir erreicht man das aber nicht, wenn die Band sozusagen vorgibt, wie man sich zu verhalten und was man zu erwarten habe.


Objektivismus Schmobjektivismus

Wahrheit an Objektivität zu koppeln, wie es der Fundamentalist tut (und dabei natürlich übersieht, dass “Objektivismus ” nur Subjektivismus minus Historizität ist (so gesehen tappen “Objektivismus” und “Authentizität” in die gleiche Falle) würde ja auf der anderen Seite der Gleichung bedeuten, das Gott seine Authorität verlieren würde, denn er müsste sich den gleichen Gesetzmäßigeiten unterwerfen wie der Objektivismus. Gott als Objektivist zuzugestehen, dem nicht unterworfen zu sein, würde ja bedeuten, dass es Gott sich in einer Weise äussern könnte, die ich als (objektiver) Mensch nicht wahrnemen könnte. Somit verstößt der Fundamentalismus gegen das dritte Gebot

Irgendwie billig, aber nicht falsch, oder?

Als “Jesus-Folgender” mit evangelikalen Wurzeln wird mir das immer wichtiger. Die typisch evangelikale Angst, bloß alles richtig zu machen und ja die “enge Pforte” nicht zu verpassen hat aus meiner Sicht zuerst zu einer Art sesselpupender Faulheit geführt und sich danach auf den Weg zu einem Fundamentalismus gemacht, der sich der pluralen Gesellschaft bewußt nur noch mitleidig grinsen kann. Noch nicht mal zu lautem Gepolter ist er mehr fähig und hat darum sogar als Fundamentalismus versagt.

Trotzdem glaube ich, das eher fundamentalistisch geprägtem Glauben eine wichtige Rolle zukommt. Einerseits wird es wohl immer Menschen geben, die halt so glauben, was auch völlig ok ist, andererseits braucht die Gemeinschaft das als Korrektiv, natürlich. Das scheint ja auch eine Rolle zu sein, mit der sich Mark Driscoll z.B. beauftrag sieht. Nur müssen die, die ihre Jesus-Nachfolge etwas freier Leben, lernen, die typische Arroganz aus den Aussagen rauszurechnen und das beste zu behalten (Listening to the believes of Emerging Churches ist ein gutes Beispiel. Driscoll sagt zwar durchaus gute Dinge, aber seine know-it-all-Gutsherrenart ist für mich nur GANZ schwer zu ertragen.)

“If the doors of perception were cleansed everything would appear to man as it is: Infinite.”
–William Blake, The Marriage of Heaven and Hell


Kiezfest

Gestern war ich auf dem Kiezfest der Kirchen im Prenzlauer Berg, wo die Gemeinde, in die ich seit einiger Zeit gehe, auch einen Stand hatte – anstelle des regulären Gottesdienstes. Sie hatten ein paar Sessel mit Tischen an die Strassenecke gestellt; ein Monitor zeige Bilder aus dem Gemeindeleben und Musik lief auch. Irgendwann gegen Abend allerdings fanden sich dann alle zusammen und fingen an, zur Akustikgitarre Lieder zu singen.

Ich will das wirklich nicht verurteilen und finde es schön, wenn man sich daran freuen kann. Leider symbolisiert das genau die Art von Christentum, mit der ich für mich abgeschlossen habe und der ich auch nichts mehr abgewinnen kann. So stand ich dann weiter hinten und habe mich ordentlich fremdgeschämt. Ich hatte den Eindruck, das sich selbst einige Besucher des Kiezfestes darüber etwas lustig gemacht haben.

Danach gab es noch eine “Impulspredigt” mit einer Frage, über die man dann reden sollte. Ich hatte aber keine Lust, zu reden und habe mir die anderen Stände angeguckt. Zumal Obadja, die zu dem Zeitpunkt auf der Bühne gespielt haben, einer Unterhaltung nicht unbedingt förderlich waren…

Mir ist diese Art der Selbstpräsentation und “Evangelisation” eh sehr fremd. Ich habe eigentlich keine Lust, fremden Leuten irgendwas von Jesus und Kirche und so erzählen zu sollen – ich komme mir vor, als ob ich den Menschen irgendeinen billigen Mist verkaufen solle. Einge haben das aber auf eine bemerkenswerte Art und Weise drauf, und natürlich freue ich mich, wenn dadurch jemand zu Gott kommt, aber da ich mich selber nie auf solche Gespräche eingenlassen hätte, fällt es mir um so schwerer, dabei halbwegs glaubwürdig rüberzukommen.

Ich selber hätte es schön gefunden, wenn man einfach einen netten Nachmittag miteinander verbracht hätte, ohne irgendein “Programm” oder eine “Botschaft” haben zu müssen, die man nun unbedingt unter die Menschen bekommen woltle. Mir kam das alles sehr gezwungen und verkrampft vor. Und natürlich stelle ich mir wieder die Frage, ob ich wirklich bei dieser Kirche bleiben soll, mit der mich theologisch doch sehr wenig verbindet. Andererseits habe ich dort schon sehr viele nette Leute kennengelernt, und auch gestern habe ich wieder ein richtig gutes Gespräch mit einem anderen Mitglied gehabt.

Bin ich vielleicht zu unlocker und sollte froh über die Gemeinschaft sein? Genau darum drehte sich auch das erwähnte Gespräch. Aber mir kommt das alles mehr und mehr wie eine normale Freikirche vor mit dem Unterschied, das alles “etwas lockerer” zugeht.


Feuer bei The Simple Way Community

Mittwoch morgen ist das Haus der Simple Way Community, zu der auch Shane Claiborne gehört, völlig ausgebrannt:

“This morning, a 7-alarm fire consumed an abandoned warehouse in our Kensington neighborhood in Philadelphia. The Simple Way Community Center at 3200 Potter Street was destroyed as well as at least eight of our neighbors’ homes. Over 100 people were evacuated from their homes, and 400 families are currently without power. Despite this tragedy, we are incredibly thankful to share that all of our community members and every one of our neighbors is safely out of harm’s way.

Community members Shane Claiborne and Jesce Walz have lost all of their belongings, Yes!And…’s after school studio and library were ruined, and community member Justin Donner’s Cottage Printworks equipment and t-shirts were destroyed.”
Von der SimpleWay website

Spenden-Website


Read me’s

Erinnert mich an meine paar Semester Soziale Arbeit: Islamwissenschaft und muslimischer Glaube (via)

Pickaboo über Foucault und das Subjekt

Gilles Deleuze and the “GloboChrist” - Christianity Goes GloboPomo


Abschied vom Schuldparadigma

Am Samstag hatte ich bei Rock Berlin eine leider recht kurze Diskussion mit 2 Leuten über EmCh. Einer von Ihnen hatte gerade Rob Bell gelesen und meinte, er würde bei diesem Diskurs in vieler Hinsicht die liberale Thologie der 60ger Jahre wiederentdecken, was ich überhaupt nicht nachvollziehen kann.

Ich überlegte anlässlich dessen mal wieder, was denn wirklich den Ansatz der EmCh-Diskussion ausmacht und kam wieder auf einen Beitrag von Tiefebene zu einer Diskussion über EmCh auf dem blog von Simon de Vries. So auf den Punkt hat das noch nicht mal Brian McLaren gebracht, weshalb ich den Kommentar (es sind eigentlich 2) mal in Gänze Zitiere:

Meine These: es geht um die Relevanzkrise der Christenheit am Ende der konstantinischen Ära. Das bisherige Kirchenmodell funktioniert nicht mehr richtig; gleichzeitig gibt es mehr Freiraum, um Neues auszuprobieren. Deshalb kann man fast alle Strömungen, die sich unter “EC” bündeln, als Suche nach einem breiteren, relevanten Zugang zur Wirklichkeit verstehen: nach echter geistlicher Erfahrung, nach realer Gemeinschaft, nach einem Gottesdienst, in dem man nicht Konsument ist, nach einer relevanten Begegnung mit der gesellschaftlichen Kultur, nach ökologischen und politischen Ansätzen usw. Gemeinsam ist die Suche nach einem neuen Weltbezug, nachdem der konstantinsiche nicht mehr trägt.

Gleichzeitig ist die Aufklärung, der man in der Weltgestaltung das Feld überlassen hatte, ziemlich gescheitert, und zwar in ihrem technisch-wirtschaftlichen Kern. Sie löst die Probleme (wie Krieg, Armut, Ungerechtigkeit …) nicht und schafft stattdessen neue (Zerstörung der Lebensgrundlagen).
Dies beides lässt die Frage nach christlicher Weltgestaltung in den Mittelpunkt rücken. Folgerichtig tauchen an fast allen “emerging”-Ecken Absagen an das Schuldparadigma als zentrale Botschaft des Christentums auf. Keiner sagt das so ganz laut, aber ich habe den Eindruck: viele haben das im Kopf, und das erklärt auch manche wütenden Reaktionen auf EC. In der Tat, es ändert sich Entscheidendes, wenn der Weltbezug des Christentums nicht mehr nur über Abtreibung und Bettgeschichten läuft.

Also, meine Deutung: es geht um die Suche nach einer neuen Art von Kirche/Gemeinde, in der nicht mehr das Schuldparadigma zentral ist (und die Frage, was man tun muss, um in den Himmel zu kommen), sondern die Frage nach dem ganz speziellen christlichen Zugang zur Weltgestaltung. Es ist eine experimentelle Bewegung, ein Laboratorium. Und man beschäftigt sich mit allen möglichen Traditionen, insbesondere aber mit dem vorkonstantinischen Christentum (was ja auch logisch ist). Deswegen ist es auch so schwer, die EC inhaltlich festzulegen: sie wird durch die Aufgabe verbunden, (noch) nicht durch die Lösung.

Die Frage, wie man möglichst kostengünstig in den Himmel kommt, ist die zentrale Frage der konstantinischen Christenheit. In diesem Kontext ist Jesus primär gekommen, um das Schuldproblem zu lösen. In einer staatlich kontrollierten Kirche ist das die einfachste Art der Verkündigung: so beschäftigen sich die Leute mit sich selbst und bringen in der Welt nichts durcheinander.
Luther hat auf das ganze Problem eine neue Antwort gegeben, ist aber von der Frage nicht losgekommen. Die Frage verbindet unterschiedliche Fraktionen der Christenheit, nur die Antworten sind unterschiedlich: in den Freikirchen muss man sich großtaufen lassen oder sich in der korrekten Art entscheiden, bei uns reicht es, Kirchensteuer zu zahlen (entschuldige jetzt die sehr verkürzte Skizze!). Auch wir Volkskirchler leben verdeckt von dieser Frage (das ist mir erst in der Gemeinde klargeworden), aber wir bieten die billigste Antwort. Auf diesem ganzen Boden wachsen dann auch die seltsamen Moralismen, mit denen man manchmal zu tun bekommt.

Aber wenn es nun eben bei Jesus in Wirklichkeit um Weltgestaltung aus der Kraft Gottes geht, wenn das also die zentrale Frage ist, dann verändert das den Kern des Christentums (sehr schön beschrieben im Jesus-Buch von McLaren). Übrigens ist das meiner Meinung nach schon in “Widerstand und Ergebung” sehr deutlich formuliert. Bonhoeffer war einsame Spitze in dem, was er gesehen hat!”


Rock Berlin

Samstag abend war ich bei der Gemeinde “Rock Berlin” im Prenzlauer Berg. Die Räume sind unter dem Dach des Hauses, in dem auch das “Blow Up”-Kino residiert und nur über einen Fahrstuhl zu erreichen. Als Wohnung wäre dieser Loft wohl der feuchte Traum jedes zweiten Berlinbewohners unter 30. Ich fühle mich sofort sehr wohl, bemerke aber erst später, warum: Die Wände sind dunkelrot gestrichen und es stehen Vitrinen und Bücherregale von IKEA rum – aus der selben Serie, wie sie auch bei mir zu Hause vor MEINER roten Wand stehen… In einer Ecke gibt es eine große Bühne mit Musikinstrumenten, flankiert von einer grotesk überdimensionierten und sauteuren Mackie-PA. Vor der Bühne stehen Couches und Sessel, hinter diesen Tische mit Stühlen. Es gibt viele Tische mit Infos und Getränken und hinter einem Wanddurchbruch eine grosse Küche.

Kurz nach Eintritt werde ich wieder von einer jungen Frau begrüsst, die mir etwas über das Projekt erzählt und mir auch gleich den gerade vorbeilaufenden Pastor namens Dave vorstellt. Dave ist Amerikaner, um die 50 und hat irrsinnig warme und freundliche Augen. Er erzählt, das die Gemeinde von amerikanischen Missionare gegründet wurde, die vor einigen Jahren aus Minnesota nach Berlin kamen. Leider haben sich wohl viele Erwartungen nicht erfüllt und die meisten sind wieder in die USA gegangen, aber eines der Projekte, die Erfolg hatten, war Rock Berlin. Der eigentliche Pastor musste aber wieder zurück und hatte Dave gefragt, ob er sich vorstellen könnte, hier zu arbeiten, und so kam er vor zwei Jahren nach Berlin und spricht auch fast kein deutsch. (Eigentlich merwürdig für einen Pastor, nicht die Sprache des Landes zu sprechen, in dem er arbeitet, finde ich).

Regelmässig kämen so um die 40 Leute zum Gottesdienst, erzählt er, und das sie viel Wert auf Gemeinschaft legen. So gibt es nach jedem Gottesdienst ein gemeinsames Essen (ich werde herzlich eingeladen), dann wird noch ein Film gezeigt und meistens bleiben die Leute bis in die Nacht zusammen. Finde ich sympathisch, hat aber durch des Samstag-abend-Termin irgendwie etwas von Kids-von-der-Strasse-holen… Es gibt bei Rock Berlin auch keine feste Mitgliedschaft, deshalb gibt es auch immer viele Gäste, die nur manchmal vorbei schauen würden, aber ich habe den Eindruck, das Unverbindlichkeit hier kein grosses Problem ist.

Auch, wenn ich Dave nicht darauf angesprochen habe, scheint die Gemeinde von der amerikanischen Mutterkirche unterstützt zu werden. Ich kann mir nicht vorstellen, das die 40 Leute, die alle auch noch sehr jung sind (jünger als beim Berlinprojekt), das Geld für den Raum und die Einrichting aufbringen können.

Der Gottesdienst beginnt aus mir unbekannten Gründen immer um 18:07. Eine Band besteigt die Bühne und spielt Songs. Leider ist die Band nicht ganz so dolle, der Schlagzeuger spielt zwar mit Hotrods, aber Dynamik kennt er nicht, und wenn er hin und wieder doch noch etwas von ihrer Existenz zu erahnen scheint, wird das gnadenlos von einem Djemben-Spieler niedergeknüppelt. Djemben sind ja eh mein Hass-Intrument No.1 (Neben Saxophonen, die sich ausserhalb von Jazz tummeln), diese Performance hier bestärkt mal wieder mein Vorurteil…
Wärend der Lieder bleiben die meisten sitzen, doch es gibt auch Leute, die aufstehen, die Hände heben oder ein wenig tanzen. Ich habe wirklich das Gefühl, dass es jedem frei gestellt sich, so anzubeten, wie er es möchte.

Vor einem der Songs sagt der Sänger, das es danach Abendmahl gibt. Vor der Bühne stehen ein Teller mit Brot und einer mit kleinen Gläschen und jeder soll sich selber nehmen. Leider verpasse ich den richtigen Zeitpunkt und traue mich dann nicht mehr nach vorne zu gehen. Es wird gebetet, dann kommt Pastor Dave nebst einem jungen Mann, der die Predigt übersetzt.

Dave kündigt eine Serie über den Epheser-Brief an und die heutige Predigt sei als Einleitung zu betrachten. Er projeziert einige Karten an die Wand und erwähnt auch, das Geographie sein Hobby sei, wir also Geduld mit ihm haben müssen. Nach kurzer Zeit allerdings fängt das ständige Satz-fürSatz-Übersetzen an, mich massiv zu stören. Da ich in meinem einen Job ausschliesslich englisch sprechen muss, verstehe ich Dave sehr gut, und obwohl man natürlich davon ausgehen muss, das nicht alle einer englischen Predigt ohne weiteres folgen können frage ich mich, ob eine Übersetzung so eine gute Idee ist. War mir der Pastor beim Berlinprojekt zu schnell, so ist mir das hier viel zu langsam und ich habe Mühe, mich zu konzentrieren. Aber Dave ist sehr humorvoll und scheint keine Mühe zu haben, die Leute bei der Stange zu halten, also ist das wohl mein Privatproblem.

Nach der Predigt gibt es noch 2 Songs den Segen und die Bekanntmachungen (die, was ich nie verstanden habe, in manchen Kirche ANkündigungen heissen, in anderen wiederum ABkündigungen genannt werden; auch, wenn sie bereits vor der Predigt gelesen werden…) Nächsten Freitag trifft man sich zum Filmgucken, und der Trailer von “Sommer vorm Balkon” wird eingespielt.

Es wird nochmal zum Essen eingeladen (Potluck!), und alles geht eher fliessend in den weiteren Abend über. Ich schaue mich noch ein wenig um und sehe Listen für diverse Kreativgruppen. Eine Frau meinte Anfangs zu mir, das sich viele Gruppen im Aufbau befänden und es gerade so richtig los gehen würde.

Leider kann ich nicht bleiben, da die Liebste heute kochen will, und fahre nach Hause.

Ich finde es für mich sehr gewöhnungsbedürftig, am Samstag Gottesdienst zu feiern, aber es ergibt in jedem Fall Sinn, wenn dieser nur ein Teil der Gemeinschaft ist. Trotzdem habe ich mich sehr wohl gefühlt und werde sicherlich nochmal wiederkommen. Schade fand ich, das wieder nur wenige Leute den Gottesdienst gestalten, und das es eigentlich auch nur zwei Programmpunkte gibt: Singen, Predigt. Es ist ja immer noch mein Wunsch, das viel mehr persönliches passiert, das Leute z.B. von sich erzählen, irgendetwas vortragen oder sonstwas machen. Aber das Gemeindeleben scheint recht aktiv zu sein, und ich war ja erst einmal da, kann mir also noch lange kein Urteil erlauben.

Ich hoffe, nächsten Sonntag schaffe ich es zur Hillsong-Gemeinde, die aber eher eine Hauskirche ist.

Ach ja: Der Pastor des Berlin-Projekts hat mir nach drei Woche doch noch eine sehr nette Antwort geschrieben. Näheres in den Kommentaren des Artikels.


Drew Marshall

Drew Marshall ist Host einer christlichen Radio Show in Canada und wird von einem christlichen TV-Sender interviewt. Das Ergebnis ist ein 1-a-mit- Sternchen-Zusammenprall christlicher Kulturen. Neben vielem anderen gefällt mir vor allem seine Antwort auf die Frage: “What has Jesus done for you?”, die einzig und alleine darauf abzielte, ein billiges Bekenntnis zu kriegen, damit man brav ein Häckchen hinter “Christ” oder “Freak” machen kann. So einfach macht er es ihnen aber nicht. “The main thing Jesus has done is he hasn’t given up on me.”, ist seine Antwort.

via


Wie ich mir Kirche vorstelle.

Als ich gestern abend im Restaurant saß und auf die Liebste wartete (wir hatten unser 3-jähriges) habe ich mal angefangen, in Stichwörtern zu sammeln, was mir an einer (neuen) Gemeinde wichtig wäre.

Begonnen hat die Suche für mich eigentlich mit der Frage, wo ich eigentlich meine Rolle in meiner Methodisten-Gemeinde sehe. Zu Anfang (so ab 1999) war ich in vielen Gruppen aktiv, ich habe mal eine Jugendgruppe und einen vorgottesdienstlichen Gebetskreis geleitet, im Chor mitgesungen und war für die Audiotechnik verantwortlich. Im Laufe der Zeit ist das immer weniger geworden, und mittlerweile gehe ich kaum noch zum Gottesdienst selber. Trotzdem empfinde ich eine grosse Sehnsucht nach Gemeinschaft, also ist für mich die Frage: Wo passe ich ich da rein?

Damit einher geht ein Gefühl, das mein bisheriger, rein intellektueller Zugang zum Glauben eventuell nicht alles sein könnte. Warum erlebe ich so wenig mit Gott, wo ich doch jeden Tag bete und mir Zeit für ihn nehme? Warum lese ich täglich in Blogs, wie Leute eine Bindung zu Jesus haben, die mir in dieser Enge völlig unbekannt ist? Wie schaffe ich es, Gott “ganzheitlich” zu erfahren und auch anzubeten?

Nach einiger Zeit des Fragens und Suchens wurde mir langsam klar, dass ich mich eigentlich nirgendwo als Mitarbeiter sehen kann, das der Glauben in dieser Gemeinde schlicht intellektuell gelebt wird und das ich die Fragen vielleicht grundsätzlicher stellen muss.

Was muss also passieren oder was muss ich tun, damit sich der Gottesdienst und die Gemeinschaft mit Christen – und damit der Glauben selber – besser in mein Leben integrieren lässt? Ausgehend davon: Wenn Jesus nicht nur Teil, sondern Fundament meines täglichen Lebens in allen seinen Aspekten sein soll – warum z.B. hat denn der Gottesdienst genau damit überhaupt nichts zu tun? Warum gehe ich in eine Kirche, die Leute vor 100 Jahren eingerichtet haben? Warum singe ich Lieder, die durchschnittlich 300 Jahre als sind? Warum beteiligt sich die Gemeinde fast nie am Gottesdienst selber? Und wenn, dann nur in vereinzelten Nebenrollen? Und weiter: Liest man mal bei Paulus nach, was damals so zum Gottesdienst gehörte – Prophezeihungen, Zungenrede u.s.w.: Warum gibt es das alles nicht mehr?

Und diese Überlegungen erklären mir auch, warum mir diese ganze Kirchengeschichte meinen Freunden gegenüber immer ein wenig peinlich ist. Ich bin damit aufgewachsen und sehe darin durchaus Sinn und Zweck – doch wie solle ich das jemandem vermitteln, dem ich von Gottes Relevanz im Alltag erzähle? Wäre das alles neu für mich, hätte man mich unter Gewaltandrohung nicht zu so einer Veranstaltung bekommen, schlicht weil Anspuch und Ausübung in krassem Gegensatz zueinander stehen. Einen lebendigen Glauben zu leben und für die Ausübung uralten Moden zu folgen – Was soll das?

Und letztendlich muss man sich dann auch ernsthaft mit der Frage auseinandersetzen, wie man denn heutzutage noch absolute Glaubenvorstellungen hegen kann. Und das man sich daran stossen kann, wer wüsste das besser als ich nach 10 Semestern Germanistik? In meiner jetzigen Gemeinde wird das zwar auch so gesehen, aber mir ist dieser Punkt sehr wichtig, auch, weil sich diese Ansicht noch lange nicht durchgesetzt hat: Glauben ist ein Prozeß. Zu meinen, man läge per se richtig öffnet allem, was ich an Christen nicht mag, Tür und Tor: Selbstgerechtigkeit, Hartherzigkeit, Arroganz und Lieblosigkeit. Ich glaube, das der Weg mit Gott ein Weg bleibt, das er nur lebendig in einem persönlichen Dialog mit dem Gott selber bleiben kann, und das es erstmal keine Wahrheit gibt ausser der, das Jesus Christus Gottes Sohn ist und für mich starb. Liebe Deinen nächsten wie Dich selbst lautet das Gesetz, und Jesus selber hat uns das Beispiel gegeben, wie man leben soll.

Natürlich eröffnet das ein enormes Problemfeld, und ich bin der letzte, der der kirchlichen Tradition die Relevanz abspricht. Es lässt sich von allem lernen, aber es ist auch möglich, dass nicht alles für alle ist. In dem Moment, in dem meine Auslegung zum Dogma erstarrt, tappen ich in die älteste Falle der Welt – Ich presse Gott in ein Schema und bin nicht mehr offen für ihn.

Das alles erhält natürlich seine Bedeutung auch in dem Maße, in dem es diese Prinzipien und Ideen für die Multiplikation nutzt. Da “Mission” heutzutage ja nicht mehr in die Lebenswelt der meisten Menschen passt, und auch Jesus selber gehandelt und nicht nur geredet hat, muss man sich überlegen, in wie weit man von dem Prinzip “kirchliche Angebote” Abschied nehmen und sich vielmehr anderen Sachen, auch nichtkirchlichen, anschliessen sollte. Natürlich ist es angenehmer, wenn man bestimmen kann, wo es lang geht, aber die Leute scheinen nicht mehr von alleine zu kommen. Vielleicht sollte man dann einfach hingehen und sehen, wo man einen Unterschied machen kann.

Zusammenfassend sollte eine Gemeinde, wie ICH persönlich sie mir für MICH wünsche, folgendes haben/beherzigen:

-Gottesdienst am Nachmittag/Abend, da ich Samstag Nacht oft unterwegs bin und ich mich mit meinen Freunden auch nicht morgens treffe.

- Eine wichtige Basis ist Freundschaft und persönliche Beziehungen untereinander, was z.T auch ein ähnliches Lebensumfeld bedingt

- Offen sein für Formen der Gottesdienstbeteiligung und kein Frontalunterricht

- Wenig kirchlichen Strukturen

- Die Freiheit, meinen persönlichen Glauben auszudrücken, wie ich es für angemessen halte

- Musik aus dem aktuellen Jahrtausend

- Glauben sollte als Prozeßhaft begriffen werden.

- Der Gemeinschaftsraum sollte gemütlich sein

- Die Gottesdienste sollten von der Atmosphäre her eher einem Treffen mit Freunden gleichen

- Mitarbeit in der einen oder anderen Form sollte für jeden Selbstverständlich sein, eben da man selber die Kirche ist

Das ist zwar alles etwas ungeordnet und noch lange nicht zuende gedacht, markiert aber die Richtung, in die sich mein Denken und Fühlen bewegt.


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